Wer bin ich?
Und wer will ich sein in der Welt, in der Gesellschaft, die mich umgibt? Fragen, die wir uns als Theater und natürlich auch als Einzelpersonen immer wieder stellen (sollten) und die insbesondere unser junges Publikum betreffen. Fragen, mit denen sich auch die Protagonist:innen unserer Stücke auseinandersetzen.
Da sind z. B. die Geschwister, die in einer zauberhaften Kommode magische Kleidungsstücke finden und anhand dieser erkunden, was alles in ihnen steckt. Der freche Holzjunge Pinocchio dagegen weiß schon genau, was er sein will: ein richtiger Junge! Aber was macht einen „richtigen Jungen“ aus? Pinocchio begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn am Ende zu der Erkenntnis bringt, dass es gerade seine vermeintlichen Schwächen sind, die ihm Stärke verleihen. Alice im Wunderland hingegen erlebt am eigenen Leib, was es bedeutet, sich in einer ständig verändernden Wirklichkeit zu bewegen, in der alle bisher gekannten Gesetze von Zeit, Raum und Logik nicht mehr gelten. „Werde ich dieselbe Person sein, die gestern aufgewacht ist?“ fragt sie und formuliert somit eine Frage, die uns alle angeht: Wie werden wir in unserer Persönlichkeit definiert durch die Außenwelt und wie reagieren wir, wenn vermeintlich sicher Geglaubtes plötzlich nicht mehr gilt? Dass es wichtig ist, zu zweifeln, aber immer auch wieder zu sich selbst zurück zu kommen, bestätigt sich auch in der Klassenzimmeroper Zerlina strikes back! Die ersten Schritte einer jungen Frau in der Berufswelt stehen auch stellvertretend für das eigene Verhalten angesichts ungewohnter Situationen und Konstellationen.
Wer sind wir und wer wollen wir sein?
In dieser Spielzeit setzen wir uns spielerisch mit diesen Fragen auseinander, damit wir dann im echten Leben bereit für diesen Weg sind – bereit, selbstbewusst zu unseren Werten zu finden und entsprechend zu handeln. Begleitet Ihr uns auf diesem Weg?
Ioana Petre und Stephanie Kuhlmann
Junges Theater