Ausgangspunkt ist ein Interview mit Ella Weber (1915 – 2015), einer Arbeiterin, Mutter und Großmutter aus der Pfalz, die mit Witz und Würde auf ein Jahrhundert Leben zurückblickt. Die Performance verbindet Tanz, Text, Perkussion und dokumentarische Audioaufnahmen zu einem vielschichtigen Spiel aus Bewegung, Sprache und Sound. Wie im Traum folgen wir dem Puzzle aus Bildern, in denen Humor und Tragik in seltsamer Leichtigkeit zusammenkommen.
ELLA ist ein Stück über die Kraft von Großmüttern. Über Heimat und Fremde, über weibliche Lebensentwürfe und das Tempo der Welt. Es reflektiert Geschlechterrollen und Resilienz: Welche Vorstellungen von Weiblichkeit, Herkunft und Familie wirken auf unsere Körper ein? Welche „Oma-Qualitäten” wollen wir heute mitnehmen, welche überwinden? Ein Stück, das die Ärmel hochkrempelt. Das anpackt, aufräumt, durchlüftet.