Zsófia Pirók sucht mit ihrer spanisch-ungarischen Company in einer beeindruckenden Flamenco-Darbietung nach der Verbindung zwischen musikalischen und spirituellen Einflüssen aus verschiedenen Kulturen. Ihre Choreografien sind geprägt von der charakteristischen Dramatik des Flamenco, die zugleich die Vielseitigkeit und hohen Ansprüche dieser facettenreichen Tanzkunst repräsentieren.
Jedes Leben beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten. Alles um uns herum atmet: die Bäume, die Erde, Instrumente, unsere Haut… Die ganze Welt atmet! Dieser Rhythmus, dieser Herzschlag, dieses Ying und Yang durchdringen alles. In dem Moment, in dem wir etwas erschaffen, erzeugen wir stets auch das Gegenteil davon. Ganz gleich, ob es sich um politische oder künstlerische Bewegungen, historische Epochen oder elementare Naturkräfte handelt. Alles um uns herum strebt ein Gleichgewicht an. Dieses wundervolle Phänomen wirkt sogar dann, wenn wir es nicht wollen, weil wir alle mit einem vorbestimmten Code geboren wurden.
Der Beweis dafür liegt darin, dass der innere Rhythmus eines jeden Individuums seit Anbeginn der Zeit über das menschliche Schicksal, alle Kontinente, Menschenrassen und Kulturen hinweg, exakt der Gleiche ist: In jedem wohnt ein schlagendes Herz, jeder strebt nach Glück. Im Laufe unseres Lebens erfahren wir alle Liebe, Leidenschaft, Vertrauen, Neuanfänge und Unbeschwertheit, ebenso wie Trauer, Verzweiflung, Verlust, das Schwinden der Zeit und noch viele andere Momente, die unser Leben prägen. Diese Momente, dieser Odem des Lebens werden in der Aufführung künstlerisch interpretiert.