Simon Boccanegra

Oper in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave und Arrigo Boito
Uraufführung Venedig 1857 / Mailand 1881
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha

Szenische Konzeption Pamela Recinella
Musikalische Leitung Samuel Bächli
Ausstattung Hank Irwin Kittel

Simon Boccanegra, vom Volk Genuas zum Dogen ernannt, wird von Jacopo Fiesco, der in ihm den Verführer seiner Tochter Maria sieht, mit Hass verfolgt. - 25 Jahre später: Maria ist gestorben, das gemeinsame Kind aus der Beziehung mit Boccanegra wurde kurz nach der Geburt entführt und ist seither vermisst. Die junge Amelia Grimaldi soll mit Paolo, Kanzler des Dogen, verheiratet werden, liebt aber den Edelmann Gabriele Adorno. Als Boccanegra in Amelia seine eigene Tochter erkennt, verweigert er Paolo ihre Hand. Dieser sinnt auf Rache: Er überzeugt Gabriele, dass Boccanegra der Geliebte Amelias sei, der Boccanegra daraufhin vergiftet. Erst im Angesicht des Todes kann Boccanegra den Irrtum erklären, segnet das junge Paar und ernennt Gabriele zu seinem Nachfolger. In Pater Andrea erkennt er seinerseits Fiesco und eröffnet ihm, dass Amelia seine Enkelin sei - das Ende einer lebenslangen Todfeindschaft ist besiegelt.

Nach dem Fiasko der Urfassung des Simon Boccanegra 1857 in Venedig nahm sich Giuseppe Verdi das Werk erst über zwanzig Jahre später erneut vor und unterzog es einer grundlegenden Bearbeitung. Als Librettist stand ihm dabei der Dichter und Komponist des Mefistofele, Arrigo Boito, zur Seite, mit dem er zu dieser Zeit bereits am Otello arbeitete. Mit der von Verdi selbst akribisch vorbereiteten zweiten Premiere 1881 an der Mailänder Scala trat Simon Boccanegra dann seinen bis heute anhaltenden Siegeszug auf den Bühnen der ganzen Welt an. Verdis wohl schwärzeste Partitur ist erstmals seit über 80 Jahren wieder am Theater Erfurt zu sehen.

Premiere So, 28. April 2013, Großes Haus