Programm
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64
Beethovens G-Dur-Klavierkonzert wurde zunächst nur im kleinen Rahmen zusammen mit dessen vierter Sinfonie aufgeführt. Die öffentliche Uraufführung erfolgte 1808 zusammen mit der fünften und sechsten Sinfonie. Das Konzert ist durch die Vielfalt origineller kompositorischer Ideen gekennzeichnet. Ungewöhnlich ist z. B., dass das Soloinstrument den ersten Satz allein beginnt und das motivische Material einführt, bis es dann vom Orchester abgelöst wird. Insgesamt wirkt die Virtuosität im Solopart eher zurückgenommen zugunsten einer intensiven, sensiblen Tonsprache.
Während er seit dem Erfolg der Salome 1905 fast ausschließlich neue Opern komponierte, begann Strauss sich 1914 mit der Alpensinfonie zu befassen, die auf der lange zurückliegenden Erfahrung einer Bergwanderung basiert. Sein von Nietzsche geprägtes Naturbild inspirierte Strauss zu einem Großaufgebot an thematischer, formaler und klanglicher Arbeit. Die außergewöhnlich große Orchesterbesetzung ist dank einer Zusammenarbeit des Philharmonischen Orchesters Erfurt mit der Elbland Philharmonie Sachsen zu realisieren.