Robert, Herzog der Normandie, ist von Geburt an dem Teufel geweiht. Väterlicherseits mit einer Vielzahl böser Eigenschaften belastet, muss er die Heimat verlassen und sucht auf Sizilien Glück und Friede. Er lernt Isabella, die Tochter des sizilianischen Königs, kennen und lieben. Doch auch in der Ferne holt ihn seine Vergangenheit in Gestalt des eigenen Vaters ein. Unter dem Namen Bertram versucht dieser, Roberts Seele für sich zu gewinnen und das ersehnte Glück seines Sohnes an der Seite Isabellas zu zerstören. Ob beim Kartenspiel, beim ritterlichen Turnier oder auf dem Friedhof - Robert kann sich der Mächte der Finsternis kaum erwehren. Zu nächtlicher Stunde kommt es schließlich in einer Kirche zur alles entscheidenden Begegnung zwischen ihm und Bertram, der sich nun offen als Vater zu erkennen gibt. Die Uraufführung von Robert le Diable am 21. November 1831 in Paris läutete ein neues Zeitalter in der Geschichte des Musiktheaters ein. Gleich mit seinem ersten Beitrag zur "Grand Opéra" führte der in Deutschland geborene und in Italien zum Musikdramatiker gereifte Meyerbeer die Gattung auf bis dahin nicht gekannte Höhen. Große Chor-Tableaux, spektakuläre Bühneneffekte und gigantische Massenszenen beherrschten in den nachfolgenden Jahrzehnten die Pariser Opernbühne, deren ungekrönter König Giacomo Meyerbeer fortan bis zu seinem Tod im Jahr 1864 bleiben sollte.
Premiere Fr, 16. September 2011, Großes Haus