Nabucco

Genre
Oper

Oper in vier Teilen von Giuseppe Verdi
Text von Temistocle Solera
Uraufführung Mailand 1842
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Koproduktion mit dem Theater Chemnitz / Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha

Inszenierung Michael Heinicke
Musikalische Leitung Walter E. Gugerbauer
Ausstattung Peter Sykora

Die Hebräer sind im Kampf gegen die Truppen des babylonischen Königs Nabucco unterlegen. Der Hohepriester Zaccaria ermutigt sein Volk, weiter auf Rettung zu hoffen, da er Nabuccos Tochter und Thronerbin Fenena als Geisel gefangen hält. Fenena aber ist in Ismaele verliebt, den Neffen des Königs von Jerusalem. Auch Abigaille, die zweite Tochter Nabuccos, liebt Ismaele. Als diese die wahren Umstände ihrer niederen Abstammung erfährt - ihre Mutter war eine Sklavin -, schwört Abigaille Rache. Es gelingt ihr, ihrem Vater, der dem Wahnsinn verfallen ist, die Krone zu entreißen. Triumphierend befiehlt sie nun die Tötung Fenenas und der Hebrärer. In höchster Not fleht Nabucco den Gott der Hebräer um Hilfe an …

Verdi gelang 1842 mit Nabucco der Durchbruch als Opernkomponist: Hatte ihm sein Erstling Oberto 1839 noch drei Folgeaufträge der Mailänder Scala beschert, so wurde bereits der ein Jahr später aufgeführte Un giorno di regno zu einem Desaster. Mit dem Tod seiner Frau Margherita und seiner beiden Kinder ebenfalls 1839 gingen dem Triumph des Nabucco weitere Schicksalsschläge voraus. Von Beginn an wurde Nabucco auch als politisches Manifest im Zuge der italienischen Einigungsbewegung gesehen. Zur heimlichen Nationalhymne avancierte der berühmte Gefangenenchor "Va, pensiero" aus dem 3. Akt als das Symbol der Auflehnung Italiens gegen die Fremdherrschaft des Hauses Habsburg.

Premiere Sa, 26. November 2011, Großes Haus