Mondlicht und Magnolien

Genre
Schauspiel

Komödie von Ron Hutchinson
Deutsch von Katharina Abt und Daniel Karasek
Uraufführung New York 2005

Inszenierung Frank Voigtmann

Hollywood 1939. Produzent David O. Selznick lässt kurzerhand die begonnenen Dreharbeiten zu seinem Lieblingsprojekt "Vom Winde verweht" stoppen. Drehbuch und Regisseur taugen nichts, und die Zeit drängt. Er beordert einen neuen Regisseur, Victor Fleming, und den erprobten Drehbuchautor Ben Hecht in sein Büro. Hecht soll ein knapperes und besseres Script liefern. Dummnur, dass dieser den Roman nie gelesen hat und die Saga um Scarlett O‘Hara und Rhett Butler scheußlich findet, eine Liebesschnulzeà la „Mondlicht und Magnolien“. Selznick greift zu einer Notlösung: Das Büro wird für eine Woche hermetisch abgeriegelt,und gemeinsam mit Fleming spielt er Hecht die Handlung vor, damit dieser – parallel dazu – die Dialoge schreiben kann. In wechselnden Rollen steigern sie sich in den Rausch des Melodrams, durchleben die Konflikte der einzelnen Figuren, kämpfenmit ihrer eigenen Erschöpfung, wachsender Gereiztheit und den höchst verschiedenen Sichtweisen des Stoffs.

Vom Winde verweht ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Margaret Mitchell (1900–1949). Mit Vivien Leigh und Clark Gable in den Hauptrollen wurde er mit zehn Oscars ausgezeichnet und zum kommerziell erfolgreichsten Werk der Filmgeschichte. Die atemberaubenden Umstände der chaotischen Drehbuchentstehung sind eine wahre Begebenheit. Ron Hutchinson, selbst Drehbuchautor, fertigte aus den authentischen Tagebuchaufzeichnungen Ben Hechts eine umwerfende und rasante Komödie. Er erhielt dafür 2005 den John Gassner Dramatiker-Preis und den Outer Critics Award. Lachen nonstop garantierten die amerikanischen Kritiker, als seine Komödie Mondlicht und Magnolien nach der Uraufführung in den USA für Furore sorgte.

Premiere 2. Oktober 2008, Studio