Lulu hat ein Verhältnis mit dem Chefredakteur Dr. Schön, der sie an einen Medizinalrat verheiratet hat. Als sie ein Porträt von sich malen lässt, erliegt der Maler ihren Reizen und bedrängt sie. In diesem Moment trifft Lulus Mann ein und stirbt vor Aufregung an Herzschlag. Sie heiratet daraufhin den Maler, der sich umbringt, als er erfährt, dass sie Schöns Geliebte ist. Schön will sich standesgemäß mit einer anderen verheiraten, doch Lulu macht ihm öffentlich eine Szene, und schließlich heiratet er sie. Lulu schart nun eine Reihe zwielichtiger Gestalten um sich: den alten Schigolch, der behauptet ihr Vater zu sein, einen Athleten, einen verliebten Gymnasiasten und die in Lulu verliebte Gräfin Geschwitz. Auch Schöns Sohn Alwa ist Lulu verfallen. Es kommt zum Streit zwischen Lulu und Schön senior, in dessen Verlauf Lulu versehentlich ihren Mann erschießt. Zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, wird sie jedoch von ihren Freunden aus dem Gefängnis geschmuggelt und flieht mit Alwa nach Paris. Dort droht der inzwischen mittellosen Lulu erneute Verhaftung, und sie flieht weiter nach London. Schigolch drängt sie dort zur Prostitution, bevor sie schließlich zum Opfer des Frauenmörders Jack the Ripper wird.
Mit der Lulu schuf der Dichter Frank Wedekind eine der schillerndsten und zugleich geheimnisvollsten Frauenfiguren des Theaters. Bergs kongeniale, nur als Fragment überlieferte Oper gehört zu den Schlüsselwerken des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts und ist 2011 erstmals in Thüringen zu erleben.
Premiere Mo, 13. Juni 2011, Großes Haus