Zum leichtfertigen Zeitvertreib treffen sich die beiden wohlhabenden jungen Lebemänner Fritz und Theodor mit zwei Mädchen aus der Vorstadt: mit der Musikertochter Christine und der Modistin Mizzi. Während für Mizzi der leichtfertige Umgang mit Männern bereits Gewohnheit ist, sieht Christine in Fritz ihre erste und einzige große Liebe. Erst zu spät begreift Fritz, wie viel er Christine bedeutet. Vom Ehemann einer anderen Geliebten herausgefordert, muss er sich einem Duell stellen, das er nicht überlebt. Als Christine erfährt, dass er sich wegen einer anderen Liebschaft duellieren musste und dabei starb, bricht ihr das Herz.
Das 1895 am Wiener Burgtheater uraufgeführte Schauspiel markiert den ersten großen Bühnenerfolg des österreichischen Dramatikers Arthur Schnitzler. Der Komponist Franz Neumann, der später unter dem Namen Frantisek Neumann als bedeutender Dirigent von Opern Leos Janáceks berühmt wurde, wählte mit Liebelei ein aktuell diskutiertes Theaterstück zur Vorlage seiner gleichnamigen Oper. Dabei ließ er die Sprache Schnitzlers unangetastet, indem er das Stück nur durch Kürzungen zu einem Operntext umformte.
Vorstellung 19. März 2009, Studio