Le nozze di Figaro (Figaros Hochzeit)

Genre
Oper

Oper in vier Akten
Text von Lorenzo Da Ponte nach Beaumarchais
Uraufführung Wien 1786
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Koproduktion mit dem Teatro National de São Carlo Lissabon

Inszenierung Guy Montavon
Musikalische Leitung Walter E. Gugerbauer
Ausstattung Hank Irwin Kittel

Die Handlung schließt an die des Barbier von Sevilla an: Figaro, nun der Kammerdiener des Grafen Almaviva, bereitet sich auf die Hochzeit mit Susanna, dem Kammermädchen der Gräfin Rosina vor. Der Graf wiederum stellt Susanna nach, obwohl er auf das feudale Privileg des "Rechts der ersten Nacht" verzichtet hat. Da kommt ihm gelegen, dass Bartolo und Marcellina erscheinen und ein altes Eheversprechen Figaros gegenüber Marcellina geltend machen. Für zusätzliche Verwirrung sorgt der Page Cherubino, der ein turbulentes Versteckspiel auslöst. Dadurch, dass Marcellina in Figaro ihren verloren geglaubten Sohn wieder erkennt, wird das drohende Eheversprechen abgewendet. Figaro, Susanna, Cherubino und der Gräfin gelingt es schließlich, den Grafen mit einem vorgetäuschten Rendezvous bloßzustellen und dadurch die Genehmigung zur Hochzeit von Figaro und Susanna zu erzwingen.

Die Vorlage zu Mozarts Oper, Beaumarchais’ Komödie Le Mariage du Figaro, war das Skandalstück der Zeit kurz vor der französischen Revolution. Nie zuvor war die moralische Verkommenheit des Adels dergestalt unverhohlen auf die Bühne gebracht worden. Obwohl der Figaro in Wien verboten war, wagten Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte die Vertonung des Stoffes und hatten damit einen beispiellosen Erfolg, der über alle historischen Umbrüche hinweg bis heute anhält. So fremd uns die Standesregeln der damaligen Zeit heute sind, so zeitlos nah sind uns durch Mozarts Musik die Figuren mit ihren Empfindungen und Leidenschaften. Dazu ist die Oper das Musterbeispiel einer perfekt gebauten musikalischen Komödie voller Abwechslung und Spannung.

Premiere So, 27. September 2009, Großes Haus