La Bohème

Genre
Oper

Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Uraufführung Turin 1896
In italienischer Sprache mit Übertiteln

Inszenierung Elmar Fulda
Musikalische Leitung Johannes Pell
Ausstattung Hank Irwin Kittel

La Bohème, das ist die Geschichte des Dichters Rodolfo, des Malers Marcello, des Musikers Schaunard und des Philosophen Colline. Zusammen leben sie mittellos in einer Pariser Künstlerwohngemeinschaft. Das freie, jedoch stets von großen und größeren Geldsorgen geplagte Leben der Vier gerät aus dem Gleichgewicht, als eines Tages die unheilbar an Schwindsucht erkrankte Näherin Mimì vor der Tür steht. Zwischen ihr und Rodolfo entbrennt sogleich heftiges Liebesverlangen. Am selben Tag kehrt auch noch die leichtlebige Musetta in die Arme ihres Exliebhabers Marcello zurück. Doch die scheinbare Idylle trügt: Mimì lebt fortan unter den eifersüchtigen Blicken Rodolfos, während Musetta weiterhin die Schwächen der Männerwelt ausnutzt und sich von Marcello schnell wieder trennt. Während am Ende Mimì in einem letzten Augenblick des Glückes in den Armen Rodolfos stirbt, flieht Musetta beständig von einem Liebhaber zum nächsten, um zu überleben.

"Die Bohème", so hat es Henri Murger in seinem Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen Roman, der Puccinis Oper zugrunde liegt, formuliert, "ist die Vorstufe des Künstlerlebens, sie ist die Vorrede zur Akademie, zum Hospital oder zum Leichenschauhaus." Die lockere Episodenform des Romans hat Puccini und seine Librettisten zu einer für die italienische Oper gänzlich neuartigen musikdramatischen Bilderfolge inspiriert. Der an der Alltagssprache orientierte Text und die konsequent symphonisch durchgearbeitete Musik bilden ein im Schaffen Puccinis einmaliges Experiment. Nach dem mäßigen Erfolg der Turiner Uraufführung am 1. Februar 1896 setzte im folgenden Jahr mit der Aufführung im neu erbauten Teatro Massimo in Palermo der internationale Siegeszug der Bohème als einer der erfolgreichsten Opern aller Zeiten ein.

Premiere So, 26. September 2010, Großes Haus