Idomeneo

Genre
Oper

Oper in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Giambattista Varesco
Uraufführung München 1781
In italienischer Sprache mit Übertiteln

Idomeneo

Die auf Kreta gefangen gehaltene Trojanerin Ilia ist hin und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrer Heimat und der Liebe zum kretischen Königssohn Idamante. Als dieser die Nachricht von der bevorstehenden Rückkehr seines Vaters Idomeneo aus Troja erfährt, schenkt er den Trojanern zum Zeichen der Versöhnung die Freiheit. Dadurch erregt er in Elektra, der Tochter Agamemnons, die Eifersucht, da sie ebenfalls in Idamante verliebt ist und jetzt fürchtet, ihn für immer an die Rivalin Ilia zu verlieren. Idomeneo selbst gerät in einen schweren Seesturm. Einzig das Versprechen, nach der Landung den ersten Menschen, dem er begegnet, den Göttern zu opfern, rettet ihm das Leben; zu seinem Entsetzen ist dies jedoch Idamante. Verzweifelt versucht Idomeneo nun, dem Schicksal zu trotzen.

Im Herbst 1780 erhielt Mozart aus München den Auftrag zum Idomeneo als offizieller Karnevalsoper der kommenden Saison. Damit bot sich ihm erstmals die Möglichkeit, für das seinerzeit beste Orchester Europas - die einstige Mannheimer Hofkapelle - arbeiten zu können. Mozart selbst hegte zeitlebens eine besondere Vorliebe für diese Oper, über die seine Ehefrau Constanze noch 1795 urteilte: "Die Liebhaber und Kenner der Mozartischen Musik werden darin alle die Schönheiten und Vorzüge seiner Kunst [...] vielleicht in noch höherem Grade beisammen finden, weil der Stoff heroisch ist, und Mozarts Geist im Großen und Erhabenen am herrlichsten glänzte." Zahlreiche Inszenierungen haben in den letzten Jahren wiederholt den außergewöhnlichen Rang des Idomeneo unter Beweis gestellt, der nach fast 80 Jahren wieder am Theater Erfurt zu erleben ist.

Premiere So, 23. Januar 2011, Großes Haus

Inszenierung / Patrick Bialdyga
Musikalische Leitung / Samuel Bächli
Ausstattung / Elisabeth Pedross, Anja Rühle