Sununu heißt „Schwalbe“ – ein Zugvogel, der zweimal im Jahr den langen Weg über das Mittelmeer zurücklegt. Ein freier Migrant, der hier wie dort lebt. In SUNUNU schlagen auch Aeham Ahmad (Piano, Gesang) und Nora Benamara (Gesang) Brücken zwischen fernen Welten.
Arabische Volksmusik, Jazz-Elemente und moderne Liedkunst verweben sich und laden auf eine Reise in Aeham Ahmads Geschichte ein. Arabisch, Deutsch, Englisch und Französisch spiegeln sich ineinander und öffnen einen Raum für die zartbitteren Erzählungen aus dem syrischen Yarmouk. Zwischen Melancholie, Humor, Trauer und Hoffnung entfaltet sich eine poetische Klangwelt, in der nichts näher zu liegen scheint als das Ferne.
Aeham Ahmad ist ein palästinensisch-syrischer Pianist und Sänger. Er floh während des syrischen Bürgerkriegs aus dem Flüchtlingslager Yarmouk und lebt seit 2015 in Deutschland. Er erlangte als „Pianist aus den Trümmern“ internationale Bekanntheit. Seine Autobiografie Und die Vögel werden singen wurde in mehrere Sprachen übersetzt und erzählt eindrucksvoll von Krieg, Flucht und der verbindenden Kraft der Musik.
Die französisch-deutsche Sängerin Nora Benamara bewegt sich zwischen Jazz, Chanson und transkulturellen Klangwelten. Ihre musikalische Suche nach neuen Ausdrucksformen führte sie 2018 mit Aeham Ahmad zusammen. Aus dieser Begegnung entstand ein Duo – und 2020 ihr erstes gemeinsames Album: SUNUNU.
Das Konzert wird durch gelesene Passagen aus Aeham Ahmads Autobiografie Und die Vögel werden singen (S. Fischer, 2017) ergänzt – mit arabischer Übersetzung im Programmheft.