Die Rosenkönigin

Genre
Operette

Operette in drei Akten von Ruggero Leoncavallo
Libretto von Giovacchino Forzano
Deutsche Übersetzung von Peter Brenner
Uraufführung Rom und Neapel 1912

Inszenierung Elmar Fulda

DEUTSCHE UND DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG

Bei einem Fest in einem Londoner Park trifft das Blumenmädchen Lilian ihren Geliebten Max, ohne zu wissen, dass er ein Prinz aus dem fernen Portowa ist und sich auf Bildungsreise in London aufhält.Sie verabreden, sich in Portowa wieder zu sehen. Im königlichen Palast von Portowa fordert die Regentin die Hochzeit des Prinzen Max mit Prinzessin Anita. Da trifft die Nachricht ein, dass die gerade angekommene Lilian unter dem Verdacht inhaftiert wurde, Nihilistin zu sein. Max lässt Lilian zu sich bringen, die überrascht ist, einem Prinzen gegenüber zu stehen und glaubt, getäuscht worden zu sein. Vergeblich versucht Max, sie von seiner Liebe zu überzeugen. Während das Volk Freiheit für die Gefangene fordert, dankt Max, um sich aus der Affäre zu ziehen, ab; Lilian schlägt dagegen vor, die Revolution zu unterstützen. Als der Aufstand losbricht, will die Regentin Widerstand leisten, aber im Angesicht der entschlossenen Gegnerschaft von Max gibt sie auf und geht ins Exil. Das Volk ruft Max zum König aus und erwartet von ihm eine Verfassung. Wütend über Lilians vermeintliche Abreise verweigert er die Unterschrift und zerbricht die Feder. Da erscheint Lilian und reicht ihm eine Rose, damit er mit deren Stiel anstelle der zerbrochenen Feder das Dokument unterschreibe. Max tut es und bittet sogleich das Volk darum, ein Mädchen aus dem Volk heiraten zu dürfen: Lilian Varry, das Blumenmädchen aus London.


Die bedeutendsten italienischen Opernkomponisten der Wende zum 20. Jahrhundert schreiben unter dem Eindruck der Erfolge der Wiener Operetten auch Werke dieses Genres. Die Rosenkönigin ist die interessanteste und erfolgreichste der sieben Operetten Leoncavallos, die außerhalb Italiens noch auf ihre Entdeckung warten.

Premiere Sa, 01. März 2008, Großes Haus