Die Nürnberger Puppe

Oper in einem Akt von Adolphe Adam
Text von de Leuven und Victor-Arthur Rousseau de Beauplan
Uraufführung Paris 1852
In deutscher Sprache


Der Spielzeugmacher Cornélius hat - wie der Mechanikus Spalanzani in Hoffmanns Erzählungen - eine perfekte mechanische Puppe konstruiert. Anders als jener ist er aber davon überzeugt, seiner Puppe mit Hilfe des Zauberbuchs von Doktor Faustus in einer mitternächtlichen Geisterbeschwörung Leben einhauchen zu können. Schließlich will er sie seinem dummen Sohn Benjamin zur Frau geben. Diesen Aberglauben macht sich nun sein Neffe Heinrich zunutze, der von Cornélius um sein Erbe betrogen wurde. Im rechten Moment vertauscht er die Puppe mit seiner Braut Berta und entfacht als Mephisto verkleidet einen Höllenzauber, der Cornélius schließlich zur Vernunft und zur Anerkennung seiner Schuld bringt.

Der Franzose Adolphe Adam ist hierzulande vor allem durch seine Musik zum Ballett Giselle bekannt und Opernfreunden vielleicht noch durch seine Oper Der Postillon von Longjumeau ein Begriff. Er gehört zu den erfolgreichsten Vertretern der komischen französischen Oper und zu einem wichtigen Wegbereiter für die Operetten Jacques Offenbachs.

In der Aufführung als "Oper am Klavier" erklingt die vollständige Musik, während der Inhalt der gesprochenen Dialoge in einer Moderation zusammengefasst wird.

Einmalige Aufführung So, 1. April 2012, 18 Uhr, Studio