Die lustigen Weiber von Windsor

Genre
Oper

Komische Oper in drei Akten von Otto Nicolai
Text von Salomon Herrmann Ritter von Mosenthal nach William Shakespeare
Uraufführung Berlin 1849

Inszenierung Waut Koeken
Musikalische Leitung Samuel Bächli
Ausstattung Benoit Dugardyn, Ingeborg Bernerth

Dauer 2 3/4 h
Pause 1

Der verarmte Edelmann Sir John Falstaff, Stammgast des Gasthauses zum Hosenbande in Windsor, hat Geldsorgen. So beschließt er, gleich zwei reichen Bürgersfrauen der Stadt, Frau Fluth und Frau Reich, den Hof zu machen. Beide erhalten von ihm gleich lautende Liebesbriefe, in denen er um ein Rendezvous bittet. Über diese Dreistigkeit entrüstet, gehen die Damen zum Schein auf Falstaffs Avancen ein, um ihm eine Lektion zu erteilen. Frau Fluth lädt ihn zum Rendezvous in ihr Haus. Wie verabredet erscheint Frau Reich und verkündet aufgeregt, der eifersüchtige Herr Fluth sei im Anmarsch. Falstaff wird in einem Wäschekorb versteckt und schließlich mit schmutziger Wäsche aus dem Fenster gekippt. Doch Falstaff lässt nicht locker. Wieder erscheint er zum Rendezvous im Hause Fluth. Diesmal stecken ihn die Damen in Frauenkleider. Als Frau von Brentford tritt er dem Hausherrn gegenüber, doch die mag dieser gar nicht, und er prügelt den Kostümierten hinaus. Schließlich planen die Damen mit ihren Ehemännern eine letzte Lektion: Falstaff wird in einen nächtlichen Park bestellt. Dort überfallen und peinigen ihn Elfen und Waldgeister. Als er um Gnade winselt, fallen die Masken. Falstaff bleibt nur der Spott.

In seiner Shakespeare-Adaption bewegt sich Nicolai in der Tradition des deutschen Singspiels mit gesprochenen Dialogen, reichert dies jedoch mit der Melodik des italienischen Belcanto an.

Premiere So, 7. März 2010, Großes Haus