Die Leiche im Sack

Genre
Oper

Operngrusical in einem Akt
Text von Eberhard Streul
Musik und Arrangements von Franz Wittenbrink
Uraufführung Mannheim 1985

Inszenierung Jürgen Weber
Musikalische Leitung Elisa Gogou
Ausstattung Gesa Matthes, Susanne Ahrens

Was passiert eigentlich, wenn „Mimi“ aus La Bohème ein Verhältnis mit „Max“ aus dem Freischütz hat und beide noch beschuldigt werden, „Gilda“ umgebracht zu haben? Wo doch „Sparafucile“ (Rigoletto) glaubt, selbst Mörder dieser zu allem Überdruss auch noch singenden Leiche im Sack zu sein. Während sich die Opernhelden ständig Zitate aus Opern, Operetten und Filmmelodien an den Kopf singen, versucht Kriminalkommissar Fliege verzweifelt den Fall zu lösen.

Nur gut, dass Jürgen Weber bei diesem „Operngrusical“ die Regie führt, denn er kennt sich als TV-Regisseur (Alphateam; GZ–SZ; Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen) bestens mit solchen Verwicklungen aus. Franz Wittenbrink (Sekretärinnen) und Eberhard Streul (Die Sternstunde des Josef Bieder) haben in ihrem gemeinsamen, preisgekrönten „Operngrusical“ alle möglichen und unmöglichen Opernhandlungen, -figuren und -melodien zu einer Komödie vermengt, die auch noch alle gängigen Genres durch den Kakao zieht: Die Leiche im Sack ist Gruselgeschichte, Krimi, Drama, Operette, Musical, hochernste Oper und vor allem ein großer Spaß.

Premiere 10. Februar 2005, Studio