Der Rosenkavalier

Genre
Oper

Komödie für Musik in drei Aufzügen
Dichtung von Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung Dresden 1911
Koproduktion mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl

Inszenierung Robert Tannenbaum
Musikalische Leitung Walter E. Gugerbauer
Ausstattung Peter Werner, Ute Frühling

Wien zur Zeit Maria Theresias. Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg und ihr Geliebter, der junge Graf Octavian, werden durch Baron Ochs auf Lerchenau, den Vetter der Feldmarschallin, gestört. Er ist gekommen, um die Feldmarschallin zu bitten, ihm für seine Hochzeit mit der schwerreichen Sophie einen Adligen zu empfehlen. Dieser soll nach alter Sitte der Braut am Hochzeitstag eine silberne Rose überreichen. Sie benennt Octavian. Als Octavian Sophie die Rose überreicht, können die Beiden ihre Blicke nicht voneinander lassen. Entsetzt ist Sophie dagegen von Ochs’ plumpen Manieren. Aber dieser hat nicht die Absicht, sich eine so gute Partie entgehen zu lassen. Da lockt Octavian, als attraktive Kammerzofe verkleidet, den Schürzenjäger Ochs in eine Schenke, um ihn in eine kompromittierende Lage zu versetzen und als Heiratskandidaten unmöglich zu machen.

Nach Salome (2002) und Friedenstag (DomStufen 2003) zeigt das Theater Erfurt den anderen Strauss: „Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein“ – dieses Zitat aus dem Schluss-Terzett kann auch als Motto der Oper gelten. Es gelang Hofmannsthal, u.a. aus einer Reihe von Komödien Molières, eine heiter-melancholische Handlung zu formen, die ihren besonderen Reiz in der Vermischung von Traum und Realität besitzt. Mozart-Verehrer Strauss machte nicht das Menuett, sondern den historisch „inkorrekten“ Wiener Walzer zum musikalischen Symbol dieser halb erfundenen, halb nostalgisch rekonstruierten Welt und schuf eine seiner anrührendsten Partituren.

Premiere 11. Dezember 2004, Großes Haus