Gut und Böse treffen in Webers romantischer Schaueroper Der Freischütz aufeinander. Der junge Jäger Max kann nur durch einen Sieg beim Probeschießen die Hand seiner Geliebten Agathe gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt er alles auf eine Karte und lässt sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Jäger Kaspar ein, der mit dem Teufel im Bunde steht. Dieser überredet ihn, Freikugeln zu gießen, "wovon sechs unfehlbar treffen, darüber die siebente dem Teufel gehört." Geblendet von der Aussicht auf einen leichten Sieg, schlägt Max alle Warnungen in den Wind, lässt sich auch selbst von Agathe, die in großer Sorge um den Geliebten ist, nicht beirren und begibt sich des Nachts mit Kaspar auf den Weg in die Wolfsschlucht …
Unabhängig von späteren Stilisierungen zum musikalischen "Nationalheiligtum" führt Weber mit dem 1821 in Berlin uraufgeführten Freischütz einen ganz neuen Tonfall in die Musik ein. Das ganz dem Geist der literarischen Schauerromantik entsprungene Textbuch Friedrich Kinds kam Webers Intentionen bei der Komposition besonders entgegen, indem er so jeder einzelnen Szene ihr ganz unverwechselbares Kolorit geben konnte, wobei "die Bilder des Unheimlichen bei weitem vorherrschend sind." (Weber)
Premiere Sa, 14. Januar 2012, Großes Haus