Eine Theatertruppe ist dabei, das Märchen „vom Fischer und seiner Frau“ einzustudieren. Sie wurde zwar gewarnt, dass im Gebäude ein Gespenst sein Unwesen treibe. Aber wer glaubt denn heute noch an Gespenster! Die Proben beginnen, und das Gespenst schaut natürlich nicht nur zu…
Schließlich kommt es mit der Darstellerin des Fischs ins Gespräch und erzählt seine Lebensgeschichte: Das Gespenst war eine mit einer außerordentlichen Stimme begabte Sängerin, die auf allen Bühnen der Welt Triumphe feierte. Sie wurde dadurch hochmütig und behauptete, ihre Stimme wäre unsterblich. Die Strafe folgte nach dem Tod: Als Gespenst muss sie durch die Räume des Theaters irren und grässlich spuken. Sie kann nur erlöst werden, wenn es einen Menschen von seinem Größenwahn abbringen kann, unsterblich wie Gott zu sein.
Premiere 21. August 2004, Großes Haus