Dirigent | Gast

Will Humburg

Will Humburg studierte in seiner Heimatstadt Hamburg unter anderem bei Horst Stein und Christoph von Dohnanyi. Neben ersten Festengagements in Bremen und Hagen trat er seit Mitte der 1980er-Jahre zunehmend als Gastdirigent hervor und etablierte sich innerhalb weniger Jahre durch zahlreiche Opern- und Konzertauftritte im In- und Ausland.

Zwischen 1988 und 1991 war Humburg künstlerischer Leiter des „Laboratorio Lirico“-Festival für zeitgenössisches Musiktheater in Alessandria/Piemont, wo er eine Reihe von Uraufführungen und italienischen Erstaufführungen, u. a. von Wolfgang Rihm, Siegfried Matthus und Peter Maxwell Davies leitete.

Von 1992 bis 2004 war Humburg Generalmusikdirektor (GMD) der Städtischen Bühnen und des Symphonieorchesters der Stadt Münster und hat in dieser Zeit eine Reihe ambitionierter und überregional aufsehenerregender Produktionen realisiert.

Sein großes Repertoire sowie seine energiegeladenen Interpretationen machen Humburg im Opern- wie im Konzertbereich international zu einem gefragten Dirigenten. Erfolgreiche Gastspiele führten ihn u. a. an die Dresdner Semperoper, die Hamburgische Staatsoper, die Staatsoper Stuttgart, die Oper Köln, die Deutsche Oper Berlin, an die Mailänder Scala, zum Verdi-Festival in Busseto, zu den Opernfestivals von Menorca und Savonlinna, an die Staatsoper Budapest, zum Sydney Symphony Orchestra, zu den Petersburger Philharmonikern, an das kroatische Nationaltheater Zagreb sowie an das Opernhaus in Shanghai.

Seit 2008 ist Humburg ständiger Gastdirigent am Opernhaus Bonn und feiert dort wie auch 2009–2011 als Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des Teatro Massimo Bellini in Catania sowie 2014–2018 als GMD des Staatstheaters Darmstadt, große Erfolge.

Für Naxos und weitere Labels spielt Humburg seit 1990 mehrere CDs ein, darunter Gesamtaufnahmen von Opernklassikern – darunter Falstaff, dessen Einspielung von der Zeitschrift Gramophone als Editor’s choice of the month ausgewählt wurde. Eine DVD der deutschen Erstaufführung der Oper Eis und Stahl von Vladimir Deschewow unter seinem Dirigat am Staatstheater Saarbrücken ist 2008 bei Arthaus erschienen.

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