Marco Parisotto
Marco Parisotto gehört zu den bekanntesten Dirigenten aus Kanada in der internationalen Szene. Geboren in Montreal und gebürtig italienischer Abstammung gastiert er bei Orchestern auf der ganzen Welt. Er gewann insgesamt sieben internationale Dirigentenwettbewerbe, unter anderem erreichte er 1997 bei der Besançon International Competition for Conductors als erster Kandidat überhaupt sowohl den Ersten Preis als auch den Publikumspreis.
Marco Parisotto pflegt eine langjährige und intensive Partnerschaft mit den Orchestern, die unter seiner Leitung stehen. Für über zwei Jahrzehnte war er Künstlerischer Direktor des Ontario Philharmonic, wo er für die Entwicklung des Orchesters und die aufregenden Konzerte großes Lob erfuhr. Dies zeigte sich in einer deutlichen Steigerung der Auslastung und medialer Anerkennung. 2013 wählte ihn das Jalisco Philharmonic zum Musikalischen Direktor, er führte das Orchester daraufhin in die Spitzenliga der lateinamerikanischen Orchester. Tourneen, CD-Aufnahmen, internationale Festivals und Projekte wie Operalia, The World Opera Competition machten das Orchester bekannt. Tourneen führten das Orchester nach Deutschland, Österreich, USA und Mexiko mit Auftritten in Berlin, München, Essen, Wien, Los Angeles, San Francisco, Busan und Mexico City. Ebenso begann das Orchester seine Partnerschaft mit Sony Classical. Von 1999 bis 2003 war Marco Parisotto zudem Erster Dirigent und künstlerischer Berater des Shanghai Symphony Orchestra.
Marco Parisotto erfreut sich vor allem für seine Interpretationen des Deutsch-österreichischen Repertoires großer Beliebtheit. Er ist Ehrenmitglied der Mahler Society. Ein weiterer Schwerpunkt seines Schaffens ist das russische Repertoire mit Komponisten wie Tschaikowsky, Schostakowitsch oder Strawinsky. Zudem ist er ein vielbeschäftigter Operndirigent und dirigierte u. a. Pagliacci, Cavalleria Rusticana, Carmen, Otello, Madama Butterfly, Tosca, La Boheme, Aida, Rigoletto, Don Giovanni and Turandot.
Als Dirigent trat er in den bekanntesten Konzerthallen der Welt auf und dirigierte Orchester wie Orchestre symphonique de Montreal, Philharmonia Orchestra of London, Orchestra Sinfonica di Milano "La Verdi", Orchestra Haydn di Bolzano, New Jersey Symphony, Toronto Symphony, Calgary Philharmonic, Edmonton Symphony, Vancouver Symphony, National Arts Center Orchestra in Ottawa, Quebec Symphony, Orquesta Filarmónica de Bogotá, Busan Philharmonic, Osaka Philharmonic, Tokyo Symphony, Tokyo Philharmonic, Seoul Philharmonic, Louisiana Philharmonic, Belgrade Philharmonic, Georges Enescu Philharmonic, Janacek Philharmonic, Orchestre National de France, Orchestre National du Capitole de Toulouse, Opéra de Bordeaux, Opéra de Marseille, Orchestre Philharmonique de Strasbourg und Philharmonique de Liège. Dazu kommen zahlreiche Auftritte bei Festivals wie Evian, Menton, Besançon, Wieniawski International Festival, May Festival of Guadalajara, Festival of Opera in Jalisco, Skaneateles Festival New York, Busan Maru International Music Festival und viele andere. Zudem war er als GAstdirigent bei Orchestern wie dem Polish National Radio Symphony, Monte-Carlo Philharmonic, Orchestra Nazionale della RAI of Torino, Orquesta de Cordoba oder Orchestre de Bayonne Côte-Basque zu Gast. Wiederholt dirigierte er das Orchestre des Concerts Lamoureux im Théâtre des Champs Élysées in Paris.
Marco Parisotto gewann insgesamt sieben renommierte Dirigentenpreise. Neben seinem Ersten Preis bei der Besançon Competition, bei der er sich neben Maestros wie Seiji Ozawa oder Michel Plasson einreihte, gewann er Preise u.a. bei der Tokyo International Conductors' Competition in Japan, Constantin Silvestri Competition in Rumänien und bei Antonio Pedrotti in Italien. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Sonderpreise bei diesen Wettbewerben.
Er ist ausgebildeter Geiger und Pianist. Dirigieren studierte er bei Maestros wie Leonard Bernstein, Carlo Maria Giulini, Leonard Slatkin, Charles Brück, Yuri Temirkanov, Georg Tintner und Raffi Armenian.