Frank Blees
Frank Blees (Bassbariton) studierte unter anderem bei Erika Köth, Birgit Nilsson und Walter Berry.
Wichtige Stationen seiner Laufbahn sind Konzerttourneen durch Chile (1996) und Georgien (1998), die Mitwirkung als Sprecher, Priester und Geharnischter in einer hochkarätig besetzten Tournee-Produktion von "Die Zauberflöte", die von 1996 bis 2000 in Wien, München, Bremen, Stuttgart, Amsterdam, Dortmund, Frankfurt, Zürich, Helsinki und Lissabon gezeigt wurde. 1999 debütierte er im Konzerthaus Wien in konzertanten Aufführungen von "Der lustige Krieg" von Johann Strauss (inklusive CD-Veröffentlichung) und "Daphne" von Richard Strauss, 2001 am Teatro Massimo in Palermo als Tierbändiger/Athlet in "Lulu", 2002 am Teatro Carlo Felice in Genua als Sprecher und Geharnischter in "Die Zauberflöte", war dort 2003 auch Erster Nazarener in "Salome", und gab 2001 beim Festival "Oper im Zelt" von Musik und Theater Saar GmbH sein Debüt als Wotan in "Das Rheingold".
Neben Konzertauftritten unter anderem in der Philharmonie Berlin, der Philharmonie im Gasteig in München und der Philharmonie Köln folgten Gastvertäge unter anderem an der Oper Leipzig (L'Ombre d'Hector in "Les Troyens"), an das Theater Bielefeld (Robinson in "Amerika" von Roman Haubenstock-Ramati,Don Pizarro in "Fidelio" und Filippo II in "Don Carlo"), an das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin (Zsupán in "Der Zigeunerbaron", Conte di Monterone in "Rigoletto"), an das Theater Trier (Dulcamara in "Der Liebestrank), an die Opera Zuid in Maastricht (Wassermann in "Rusalka" in niederländischer Sprache, inklusive TV-Aufzeichnung) und an die Oper Erfurt (Il Giudice Adam in "La brocca rotta" von Flavio Testi nach "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist).
Von 2007 bis 2012 war Frank Blees Ensemblemitglied des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin und erweiterte sein Repertoire dort um wichtige Partien wie Don Basilio in "Der Barbier von Sevilla", Peter Besenbinder in "Hänsel und Gretel", Frère Laurent in "Roméo et Juliette", Bartóks Herzog Blaubart, Plumkett in "Martha", die Titelpartie in "Der fliegende Holländer", General Bumm in "Die Großherzogin von Gerolstein", Ollendorf in "Der Bettelstudent", Kaspar in "Der Freischütz", Eckbert in Judith Weirs "Der blonde Eckbert" und Tevje in "Anatevka". Am Theater Lübeck war er in diesen Jahren Gast unter anderem als Wotan in "Das Rheingold" und Sarastro in "Die Zauberflöte".
Von 2012 bis 2016 war er Ensemblemitglied der Staatsoperette Dresden, wo er unter anderem als Nasoni in "Gasparone", Zsupán in "Der Zigeunerbaron", Sarastro, Frank in "Die Fledermaus",Alfred P. Doolittle in "My Fair Lady", Kezal in "Die verkaufte Braut" sowie in einem selbst zusammengestellten und moderierten Solokonzert zu erleben war, das er der spanischen Zarzuela und der italienischen Operette gewidmet hatte.
Im September 2013 stieg Frank Blees am Nationaltheater Brno in der Titelpartie in die bereits laufenden Proben zu einer Neuinszenierung "Der fliegende Holländer" ein, war Premierenbesetzung und als Holländer dort bis Mai 2015 zu Gast. Im Januar 2016 übernahm er gute zehn Jahre nach seinem Debüt am Theater Bielefeld als Filippo II in "Don Carlo" ganz kurzfristig zwei Vorstellungen an den Landesbühnen Sachsen, wo er ebenso kurzfristig ein Jahr zuvor bereits als Tiresia in "Edipo Re" von Ruggero Leoncavallo und Simone in "Gianni Schicchi" eingesprungen war.
Nach seinem Debüt vom Mai 2016 als Bürgermeister van Bett in "Zar und Zimmermann" am Landestheater Detmold war er in der Spielzeit 2016/17 im Stammhaus und an Gastspielorten weiter in dieser Rolle zu erleben, so Anfang November auch in der Schweiz im Theater Winterthur, und gastierte außerdem an der Staatsoperette Dresden wieder als Skomoroch und Dritter Schiffer in der Wiederaufnahme von "Das Märchen vom Zaren Saltan" von Nikolai Rimsky-Korsakow und am Staatstheater Braunschweig als Sultan Nazreddin in der Opernrarität "Aladin", einer Märchenoper für Erwachsene von Kurt Atterberg.
Im Juli 2017 gab Frank Blees in Los Realejos auf Teneriffa sein szenisches Zarzuela-Debüt als Don Juan de Peralta in "El barberillo de Lavapiés" von Federico Asenjo Barbieri, einem der berühmtesten Werke dieses Genres.
Im Theater, auf dem Konzertpodium und bei Aufnahmen für CD, Rundfunk und Fernsehen hat er mit zahlreichen bekannten Dirigenten wie Hans Zender, Ingo Metzmacher, Rudolf Barshai, Ralf Weikert, Christoph Eschenbach, Miguel Gómez Martínez, Jan Latham-Koenig, Ulf Schirmer, Stefan Anton Reck, Theodor Guschlbauer, Marc Albrecht, Werner Andreas Albert, Kevin John Edusei, Matthias Foremny, Roman Brogli-Sacher, Horia Andreescu und John Mauceri und Regisseuren wie Giuliano Montaldo, Mario Martone, Andreas Baesler, Daniele Abbado, Giancarlo Cobelli, Guy Joosten, Andrej Woron, Alexander Schulin, Keith Warner, David Prins und Anthony Pilavachi zusammengearbeitet und widmet sich sehr gerne auch weniger bekannten Werken von Barock bis zur Moderne.
Ein großes Anliegen sind für Frank Blees Stimmbildung und Interpretation auf der Basis einer natürlichen Atem- und Stimmtechnik. Er ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen (BDG) und im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV).