"María de Buenos Aires" holt den Zuschauerpreis 2025/26
Die erste Inszenierung der Spielzeit 2025/26 hat das Erfurter Publikum begeistert: Astor Piazzollas Tango-Oper María de Buenos Aires hat sich mit deutlichem Abstand zur Lieblingsproduktion unter den sieben Premieren im Großen Haus durchgesetzt.
Passend zum Spielzeitmotto „Unterwegs“ entführte das Stück die Zuschauer in die pulsierende Hauptstadt Argentiniens. Im Zentrum des Stücks steht eine Frau, die sich in einer von Gewalt und Machismo dominierten Umgebung aller Widrigkeiten zum Trotz nicht unterkriegen lässt und die über ihre eigene Biografie hinaus gleichzeitig die Seele ihrer Stadt Buenos Aires und den Geist des Tangos in sich vereint.
Besonders die Darstellung der vielschichtigen Figur der María durch Candela Gotelli wurde sowohl vom Publikum als auch von der Kritik als „atemberaubend“ und „authentisch“ gewürdigt.
„Wahrscheinlich muss man in Argentinien geboren sein, um dieser Figur so selbstverständlich, so lässig und leidenschaftlich, so authentisch Gestalt und Stimme zu leihen. Sie ist eine Wucht – sogar als Geist ihrer selbst.“ (Wolfgang Hirsch 2025 | „Heilige unter Huren“ | Thüringer Allgemeine, 30.09.2025)
Zur Premierenfeier von Romeo und Julia am 19. September gab Dr. Wolfgang Beese, Präsident der Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde Erfurt e.V., den Gewinner der Zuschauerbefragung feierlich bekannt. Mit Stolz und Freude nahmen Regisseurin Stephanie Kuhlmann, der Musikalische Leiter Stefano Cascioli, Chefdramaturg Dr. Arne Langer, Choreografin und Tänzerin Silvina Machado, Héctor Corona und vier Tanzpaare der Erfurter Esquina del Tango den Preis stellvertretend für das gesamte Ensemble entgegen. Dr. Beese freute sich über das Ergebnis, das für ihn die Aufgeschlossenheit des Erfurter Publikums widerspiegelt. Die Zuschauer und Zuschauerinnen wählten Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Don Giovanni und Paul Abrahams Operette Märchen im Grand Hotel auf die Plätze zwei und drei.
Die Siegerstele wird in den kommenden Tagen im Foyer des Theaters Erfurt aufgestellt und reiht sich damit in die Galerie der bisherigen Gewinnerproduktionen ein.