Probenstart für Udo Zimmermanns Kammeroper "Weiße Rose"
Foto: Steffi Becker | v.l.n.r.: Josef Jugashvili, Julian Dominique Clement, Leonie Bulenda, Hank Irwin Kittel, Rachel Ridout, Anna Nolte, Markus Weckesser
Eine lange Tafel – Fotos aus vergangenen Zeiten und Häkeldeckchen darauf – in einem von Zeltwänden umgebenen Raum. Hier wird das STUDIO.BOX-Publikum Platz nehmen. In dieser Installation, erdacht von Ausstatter Hank Irwin Kittel, ohne sicheres Dunkel, das Publikum und Bühne trennt, entfaltet sich ein 'inneres Theater', das die psychischen Extremzustände der berühmten Widerstandsikonen Hans und Sophie Scholl in der letzten Stunde vor ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943 imaginiert. Der instrumentale Part der Kammeroper wird von sechs Musikerinnen und Musikern des Philharmonischen Orchesters Erfurt unter der musikalischen Leitung von Leonie Bulenda übernommen.
Vor der Schablone/Folie der historischen Vorbilder Hans und Sophie, die nach anfänglicher Begeisterung für den Nationalsozialismus immer kritischer wurden, stellen Julian Dominique Clement und Rachel Ridout mit Regisseur Markus Weckesser Verbindungen zu Widerstand heute und unserer gesellschaftlichen Verantwortung her. Was ist Widerstand, was Zivilcourage? Begleitveranstaltungen, die Widerstand, den persönlichen politischen Richtungswechsel und den Schutz unserer Demokratie behandeln, sind in Planung.
Die Premiere der Weißen Rose ist am 25. Januar 2025 um 20 Uhr in der STUDIO.BOX.