Ein ergreifender Konzertabend mit Aeham Ahmad & Nora Benamara
Tag für Tag wird in den Nachrichten über Krieg, Zerstörung und die katastrophalen Zustände der Menschen berichtet, die versuchen, in den Krisengebieten zu überleben. Was bleibt diesen Menschen, wenn um sie herum alles zerstört ist und Politik sowie diplomatische Verhandlungen nichts ändern? Die Hoffnung und die Sehnsucht nach Frieden. Diese Worte sind schnell aufgeschrieben und aufgesagt, doch wir scheinen die Bedeutung von Frieden für die Existenz der Menschheit erst wieder zu schätzen, wenn wir ihn verloren haben.
So wie Aeham Ahmad, der im Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus aufwuchs. Während des Bürgerkriegs in Syrien spielte der palästinensisch-syrische Pianist und Sänger unermüdlich auf seinem Klavier, bis Kämpfer des IS es im Jahr 2015 zerstörten und er nach Deutschland floh. Mit seinen Auftritten in den zerstörten Straßen setzte er sein Leben aufs Spiel, um der Sehnsucht und Hoffnung nach Frieden Ausdruck zu verleihen. Dadurch erlangte er auch internationale Bekanntheit als „Pianist in den Trümmern“. Seine Musik und sein Gesang sind geprägt von den Erlebnissen und Erinnerungen an seine Heimat, von Krieg und Flucht sowie von der verbindenden Kraft der Musik. Wenn er am Klavier spielt und dazu singt, muss man kein Arabisch verstehen, um zu begreifen, worum es in seiner Musik geht.