Das Theater Erfurt bereitet sich auf eine große Abenteuerreise vor
// Beitragsbild: Steffi Becker | v.l.n.r.: Vladimir Golubchyk, Leon Wepner, Rainer Zaun, Johannes Schwarz, Rafael Helbig-Kostka, Nina Peller, Nina Kühner, Luisa Sagliano, Antonia Schuchardt, Marlene Gaßner, Clemens Fieguth, Candela Gotelli, Benita Roth //
Anders als im Roman oder der Verfilmung taucht in der Oper In 80 Tagen um die Welt eine ganz neue Figur auf. Max, der in der Gegenwart lebt und Bücher über alles liebt, gerät nach einem heftigen Streit mit seiner Freundin Josi, die ihn eigentlich zu einer Demonstration abholen wollte, wie durch Zauberhand als Passepartout in sein Lieblingsbuch. Gemeinsam mit Phileas Fogg bricht er im Jahr 1872 zur großen Abenteuerreise um die Welt auf.
„Die Proben werden ähnlich ambitioniert wie das Fantasieabenteuer von Jules Verne”, verspricht Regisseurin Nina Kühner, die sich bereits sehr auf die spannende Reise mit dem gesamten Team freut. Von den rund vier Probenwochen finden die ersten zwei auf der Probebühne statt, bevor es in den letzten beiden Wochen ins Große Haus geht: Erst dort wird die Reise richtig Fahrt aufnehmen, denn nur hier gibt es die für das Stück essenzielle Drehbühne. „Das wird sehr spannend und stellt für alle eine besondere Herausforderung dar, die es zu meistern gilt“, sagt Nina Kühner.
In der eineinhalbstündigen Oper wird die gute alte Theatermaschinerie eingesetzt, um mit ganz einfachen Mitteln die Fantasie anzuregen. So werden riesige römische Zahlen kurzerhand zu Zuggleisen umfunktioniert, dienen als Pferde oder werden zu einer Pyramide aufgestellt. Zugabteile werden von Menschen bewegt und riesige Ozeane werden durch lange blaue Stoffbahnen, die sich wellenförmig bewegen, dargestellt. Neben den wechselnden Bühnenbildern und den zahlreichen Verwandlungen wird es auch einige Projektionen geben, die die Reiseroute abbilden. Auch musikalisch hält die deutsche Erstaufführung von Jonathan Doves Oper einige Überraschungen bereit. Der musikalische Leiter Clemens Fieguth freut sich besonders auf die musikalische Vielfalt, die Dove sich hat einfallen lassen, um die verschiedenen Länder und Kulturen, aber auch die Fortbewegungsmittel der Reise zu charakterisieren.