In fünf Wochen findet die erste Premiere der neuen Spielzeit statt
Gestern stellte die Regisseurin Stephanie Kuhlmann gemeinsam mit dem Ausstatter Hank Irwin Kittel, dem musikalischen Leiter Stefano Cascioli und dem Chefdramaturgen Dr. Arne Langer allen beteiligten Darstellerinnen und Darstellern sowie den Kolleginnen und Kollegen der Technik die geplante inhaltliche, musikalische und visuelle Umsetzung der Tango-Oper María de Buenos Aires vor.
Eines gleich vorweg. Diese Oper ist etwas ganz Besonderes und nicht mit klassischen Werken zu vergleichen. Es handelt sich hier um eine Nummernoper, die aus einzelnen, in sich abgeschlossenen Musikstücken besteht. Die Komposition von Piazzolla gleicht einem formalen Experiment und einem Gelegenheitswerk, zählt aber dennoch zu den populärsten argentinischen Opern. Piazzolla hat in seiner Partitur jede Menge Raum für Interpretationen und Ergänzungen gelassen, den Stefano Cascioli mit großer Freude und vielen eigenen Ideen ausfüllen wird. Zusammen mit elf Musikerinnen und Musikern des Philharmonischen Orchesters Erfurt ist er Teil des Bühnenbildes und fügt sich in das typische Stadtbild von Buenos Aires ein. Auf einem großen freien Platz spielen sie traditionelle Tangomusik, aber auch Polka, Walzer, Jazz- und Popmusik. Dazu tanzen fünf Paare der Esquina del Tango rhythmisch ganz im Stil einer Milonga. Die Choreografien stammen von Silvina Machado und von Elli Treptow.