Pinocchio | Regieteam und Ensemble

Pinocchio erobert die Probebühne

Die Proben für das Schauspiel mit Musik ab fünf Jahren haben begonnen

Ein großer, bunter Holzspielplatz mit Rutschstange, Klettersprossen und Strickleiter, eine Holzwerkstatt und ein Klassenzimmer mit richtig coolen alten Schulbänken gehören zu Pinocchios Welt. Hier kennt er sich aus. In Gepettos Werkstatt hat alles begonnen. Aus einem verzauberten Stück Holz wurde Pinocchio geschnitzt. Im Gegensatz zu den starren Holzpuppen und Marionetten, denen Pinocchio auf seinen Abenteuern durch den beweglichen Pinienwald in einem roten Planwagen begegnet, fühlt er sich wie ein richtiger Junge. Er reißt von zu Hause aus, um die Welt zu entdecken, wobei er in so manche Falle tappt und feststellen muss, dass seine Nase beim Lügen immer länger wird. Er trifft unter anderem auch auf Fuchs und Katze, zwei hinterlistige Gauner, die nichts Gutes im Schilde führen, wird ins Meer geworfen und rettet schließlich seinen Vater aus dem Bauch eines riesigen Fisches.

Die neue Fassung der Geschichte von Nils Strunk und Lukas Schrenk unter der Regie von Ioana Petre kommt ganz ohne Drohungen aus. Mit toller Musik von Klassik bis Italo-Pop, abgespielt vom Band mit Live-Gesang, entsteht jede Menge italienisches Flair – passend zur Abstammung Pinocchios und zum bezaubernden Bühnenbild von Norman Heinrich. Die berühmte Holzpuppe wurde 1883 vom italienischen Schriftsteller Carlo Collodi erfunden. Sein Name setzt sich aus den italienischen Wörtern pino (Pinie) und occhio (Auge) zusammen.

Foto: Steffi Becker | Eindrücke aus dem Maalsaal des Theaters Erfurt
Foto: Steffi Becker | Eindrücke aus dem Maalsaal des Theaters Erfurt | Oben im Boot sitzen von l.n.r. Sebastian Volk, Mortimer Elia Stock, Simone Schuster, Tamino Bösche, Janek Biedermann, Dr. Arne Langer, Nai-Ying Wang, Isabel Tetzner, Norman Heinrich
Foto: Steffi Becker | Kostümbildentwürfe für Pinocchio
Foto: Steffi Becker | Kostümbildentwürfe für Pinocchio

Die Kostümbildnerin Nai-Ying Wang steckt Pinocchio in ein lackfarbenes Kostüm, das zum einen starr und steif aussieht, in dem sich der Schauspieler Tamino Bösche aber gut bewegen kann. Allerdings machen ihm seine klobigen schwarzen Schuhe das schnelle Laufen fast unmöglich. Auf farbenfrohe und vor allem praktische Kostüme dürfen sich die vier weiteren Schauspieler:innen freuen. Anders als Pinocchio schlüpfen sie in bis zu fünf verschiedene Rollen. Aus Toni, gespielt von Isabel Tetzner, werden eine Polizistin, der Fuchs, eine Nachbarin und ein Fischer. Nico, gespielt von Janek Biedermann, wechselt im Laufe der Geschichte zum Obstverkäufer, Puppenspieler, zur Katze, zum Passanten und schließlich auch noch zum Fischer. Simone Schuster spielt die zauberhafte Fee und die Grille und bekommt dafür sogar ein glitzerndes Kostüm.

Anders als in Collodis Kinderbuch verwandelt sich Pinocchio am Ende nicht. Er bleibt eine lebendige Holzpuppe, denn eines ist ihm auf seinen Abenteuern bewusst geworden: Er ist genau richtig, so wie er ist, und er hat gelernt, seine Schwächen als Stärken einzusetzen.

Wir wünschen allen Beteiligten eine erfolgreiche Probenzeit bis zur Premiere am 3. November 2026. Karten für die Familienvorstellungen am 5. und 13. Dezember jeweils um 14 und um 16 Uhr sind in unserem Besucherservice und online erhältlich.