Das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar präsentieren im März 2028 im Rahmen des Theaterfestivals Äquinoktium VI eine Neuproduktion von Arnold Schönbergs Moses und Aron mit der Uraufführung von Eberhard Klokes Rekomposition des 3. Akts. Damit wird Schönbergs 1954 konzertant uraufgeführtes Opernfragment nun erstmals vollendet szenisch aufgeführt. Bei der heutigen Pressekonferenz im Foyer des DNT Weimars wurde das Vorhaben vorgestellt.

Foto: DNT Weimar: v.l.n.r. Dr. Arne Langer, Dorian Dreher, Daniel Carter, Eberhard Kloke, Dr. Birgit Meyer, Valentin Schwarz, Dr. Ulrike Anton, Christian Illgen
Um insbesondere die große Chorpartie von Schönbergs Opernfragment angemessen besetzen zu können, kooperiert das DNT Weimar mit dem Theater Erfurt und knüpft damit an vorige gemeinsame Projekte wie Paul Dessaus Lanzelot an. Dabei profitiert nicht nur die Inszenierung von der geballten musikalischen Kraft zweier künstlerischer Ensembles, sondern die beiden Häuser unterstreichen zugleich die Bedeutung von Kooperationen zwischen Thüringer Theatern. Außerdem unterstützt das Arnold Schönberg Center Wien als wissenschaftlichem Kooperationspartner das Projekt.
Die Regie übernimmt DNT-Teamintendant und Chefregisseur Valentin Schwarz, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Musikdirektor Daniel Carter.
Mit der Inszenierung und deren Rahmungen durch ein dreitägiges Symposium und eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Arnold Schönberg Center Wien sowie zielgruppenorientierte Vermittlungsangebote möchte das DNT gerade ein junges und vielfältiges Publikum einladen und zur Reflexion über die Aktualität des im Stück verhandelten Konflikts anregen. Die Inszenierung möchte dazu beitragen, die Betrachtung unserer Politik und Gesellschaft zu schärfen und eine junge Generation dazu ermächtigen, unsere demokratischen Errungenschaften zu befragen und zu stärken.
Nach der Uraufführung in Weimar darf sich auch das Erfurter Publikum auf die Produktion von Moses und Aron mit Eberhard Klokes Rekonstruktion des dritten Akts am Theater Erfurt freuen.