Lara Donner im Interview mit Tristan Jaspersen
Die Premiere für Das Rheingold rückt näher. Auf der Probebühne wird fleißig geprobt, aber auch die Arbeit an Bühnenbild, Maske und Kostüm läuft auf Hochtouren. Im Rahmen meines Praktikums am Theater Erfurt habe ich Tristan Jaspersen, den verantwortlichen Kostümbildner, interviewt, um herauszufinden, was seine Entwürfe auszeichnet und welches Konzept dahintersteckt.
Wie ist es dazu gekommen, dass du dich entschieden hast, die Kostüme für dieses Projekt zu machen?
Ursprünglich war ich nicht für die Produktion geplant, da aber der eigentliche Kostümbildner ausgefallen ist, hat mich der Regisseur Jürgen R. Weber gefragt, ob ich spontan einspringen will. Das Theater Erfurt kannte ich bereits von einem Praktikum im Bereich Bühnenbild. Damals hatte ich schon einmal mit Hank Irwin Kittel zusammengearbeitet.
Du hattest für die Entwürfe also gar nicht viel Zeit. Wie war da der Entwicklungsprozess? Hattest du schon länger ein Konzept für diese Oper im Kopf?
Die Konzeption für die Inszenierung stand schon fest und damit auch die Vorgaben für die Kostüme. Sie sollten möglichst vorzeitlich und blutig sein. Ich habe mich vor allem am Bühnenbild von Hank Irwin Kittel orientiert, was schon ausgearbeitet war.
Was verbindest du mit Wagner und explizit dieser Oper?
Ich bin als Kind zusammen mit meinem Vater durch Deutschland gereist und habe viele verschiedene Inszenierungen des Rings gesehen. Wahrscheinlich war ich damals noch ein bisschen zu jung, um viel damit anfangen zu können, aber ein paar Sachen sind dann doch hängen geblieben. Ich weiß noch, dass in Berlin das Augenmerk auf dem in sich geschlossenen Ring lag, der sich immer wieder wiederholt. Ähnlich, wie wir es hier in Erfurt umsetzen.