Ist man als Regieassistentin „Mädchen für alles“?
Wir haben mit Milena Galvan Odar gesprochen. Sie ist seit September 2024 als Regieassistentin am Theater Erfurt und war zuvor bereits in den Produktionen Die Belagerung von Korinth und Titanic tätig.
„Ja, an dem Klischee ist „leider“ schon was dran. Man arbeitet nicht nur für den Regisseur bzw. die Regisseurin, sondern auch für viele weitere Personen und Abteilungen, wie beispielsweise die Darsteller:innen.“, sagt Milena Galvan Odar. Als Regieassistentin ist sie ab dem ersten Probentag bis zur letzten Vorstellung Ansprechpartnerin und Schnittstelle für berufliche und private Belange. Dafür bereitet sie sich stets intensiv auf das jeweilige Stück vor und setzt sich mit den Wünschen und Vorstellungen des Regieteams auseinander.
„Als Regieassistentin stimme ich die Probenpläne mit dem Regisseur und die Termine für die Maske und Ankleiderei mit den Fachabteilungen ab. Außerdem schreibe ich die Requisitenlisten, bestelle die Beleuchtungsstatisten und leite alle Infos für die Tagespläne an das Künstlerische Betriebsbüro weiter. Zudem ist man bei jeder Vorstellung dabei. Man achtet auf die szenische Umsetzung nach den Vorstellungen des Regisseurs. Man kümmert sich um die Einspringer:innen, die im Krankheitsfall, wie beispielsweise bei der Doppelvorstellung von „My Fair Lady“ zu Silvester 2024/25, kurzfristig eingewiesen und betreut werden müssen. Außerdem legt man zusammen mit dem Regieteam die Applausordnung fest und entscheidet, wann der Vorhang fällt“, so Milena, die ausgesprochen gerne organisiert und von sich selbst behauptet, sehr gut organisiert zu sein. Was ich ihr sofort glaube, noch bevor ich von ihrer Zusatzqualifikation als Hochzeitsplanerin erfahre.