24 Jahre Bühnenbild und Kostüm von Hank Irwin Kittel
„In seinen Räumen kann man spielen, in seinen Kostümen kann man sich bewegen und singen“, würdigt Ks. Máté Sólyom-Nagy in seiner Laudatio zur Ausstellungseröffnung das Schaffen von Hank Irwin Kittel. Seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt dieser als Ausstattungsleiter die visuelle Handschrift des Theaters Erfurt. Seine Bühnenbilder und Kostüme sind vielseitig – von historisch bis abstrakt – und vor allem immer praxisorientiert. „Ein Ausstatter mit Herz, Verstand und Geschmack“, sagt Máté über Kittel, den er seit 2002 kennt und dessen Arbeiten er als festes Ensemblemitglied des Theaters Erfurt sehr schätzt.
Bereits 1995 war Hank Irwin Kittel erstmals als Gast am damaligen Opernhaus Erfurt tätig. Mit der Ausstattung von Der Wildschütz begann eine langjährige Verbindung, die 2002 mit seinem festen Engagement als Ausstattungsleiter ihren Anfang nahm. Seitdem hat er über 75 Produktionen künstlerisch gestaltet. Seine erste Arbeit in Erfurt entstand noch in der Ausweichspielstätte KuppelTheater (Cavalleria rusticana / La Lupa), ehe er ab der Spielzeit 2003/04 maßgeblich die Ästhetik der Inszenierungen im neuen Opernhaus prägte.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens lag auf den DomStufen-Festspielen. Bereits 2003 entwarf er mit Friedenstag seine erste Ausstattung für das Open-Air-Format. Zahlreiche weitere Produktionen folgten, darunter Cavalleria rusticana, Der Messias, Tosca und Carmen. Auch aktuell ist seine Handschrift präsent, beispielsweise in Verdis Ein Maskenball, der derzeit auf dem Spielplan steht, sowie in Jesus Christ Superstar, das im Sommer 2026 auf den Domstufen in seinem Bühnenbild zu erleben sein wird.