Nächste Woche feiert die neue Produktion im Theater Erfurt Premiere
Wir waren bei dem MDR Thüringen Radio Interview mit der Regisseurin Katharina Kastening und dem Generalmusikdirektor und Musikalischen Leiter Hermes Helfricht mit dabei und haben spannende Details erfahren.
„Gut Ding will Weile haben“ – dieses Sprichwort trifft auch auf die Uraufführung von Giuseppe Verdis Oper Ein Maskenball zu. Die Oper wurde vor dem historischen Hintergrund der Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. bei einem Attentat während eines Maskenballs erschaffen. Das Libretto von Antonio Somma schildert die inneren Konflikte des Monarchen ebenso wie die Intrigen und Machtkämpfe am Hof. Bis zur Uraufführung wurde das Werk mehrfach von der Zensur beanstandet und ebenso oft überarbeitet.
Heutige Inszenierungen sind glücklicherweise nicht mehr der Gefahr einer Zensur ausgesetzt. Im Gegensatz zu Verdi, der seine Oper in Boston spielen ließ, verlegt Katharina Kastening die Handlung in die Zukunft. Aber keine Sorge, wir befinden uns weder in den unendlichen Weiten des Universums wie bei Star Wars noch auf einem Raumschiff, sondern unter der Erde. Der Klimawandel hat längst stattgefunden, die Umwelt ist zerstört und die Menschen leben in Bunkern, die je nach Gesellschaftsschicht unterschiedlich ausgestattet sind. Während die Elite sorglos in klimatisierten und bestens ausgestatteten Schutzräumen lebt, wohnt das einfache Volk in höhlenartigen, dunklen und feuchten Räumen. Gezeichnet von Kälte und Krankheiten spüren sie die Gefahren der Zerstörung an der Erdoberfläche am eigenen Leib – im Gegensatz zur Elite.