Das Regieteam um Guy Montavon startet mit den Proben
Antonín Dvořáks und Jaroslaw Kvapils Märchenoper Rusalka ist aktueller denn je: Hier geht es nicht nur um die erste Liebe einer Heranwachsenden, sondern auch um Klassenunterschiede, Diskriminierung und Willkür. Für Regisseur Guy Montavon stehen diese Themen im Zentrum seines Konzepts und werden gleichermaßen im Bühnenbild von Hank Irwin Kittel aufgegriffen. Die Handlung wird komplett ins Schloss des Prinzen verlagert und stellt dadurch die Sicht auf die prekären Verhältnisse in hierarchischen Machtstrukturen dar. Dieses Schloss ist dreigeschossig und besteht aus einem Keller, einer Großraumküche und dem Festsaal für die feine Gesellschaft. Die Anordnung der Räume bildet die jeweilige Gesellschaftsschicht ab.
Rusalka, die in der Schlossküche als Bedienstete angestellt ist, arbeitet dort unter ihresgleichen. Sie hat sich in den Prinzen von oben verguckt – doch es gibt ein Hindernis: Sie ist nicht adelig. Es bleibt ihr nur die Möglichkeit, die Ježibaba aufzusuchen, die ihr durch eine Verwandlung die Möglichkeit gibt, ihren Traum zu verwirklichen. Doch nichts gibt es ohne Preis: Im Gegenzug muss Rusalka ihre kostbare Stimme dafür hergeben. Im Festsaal des Prinzen steht daraufhin bereits die Hochzeit der beiden an, doch plötzlich kommt eine andere Frau edlen Ranges ins Spiel und für unsere verkleidete Braut steht ein böses Erwachen an…
Die Premiere findet am Samstag, dem 27. Januar 2024 um 19 Uhr im Großen Haus statt.