Foto: Lutz Edelhoff | Probe zu Jesus Christ Superstar

Ein Blick auf die Probebühne und in unsere Werkstätten

Lebensgroße Engelsfiguren, riesige Bilderrahmen und flotte Choreografien für „Jesus Christ Superstar“

Auf der Probebühne und in den Werkstätten gibt es derzeit jede Menge zu sehen. Der Choreograf Bart De Clercq arbeitet mit dem künstlerischen Ensemble mit Hochdruck an seinen modernen Choreografien. Passend zur fulminanten Rockmusik werden sie gewaltige Bilder auf den 70 Domstufen erzeugen. „Andererseits verlangt die Ernsthaftigkeit der Geschichte aber auch in gewissen Momenten eine härtere, radikalere und manchmal auch eine gegensätzliche, ruhigere Bewegungssprache“, sagt De Clercq. Die energiegeladenen Bewegungen und die ausdrucksstarken Posen erzeugen bereits bei den Proben Gänsehaut und große Vorfreude auf die Premiere am 7. August. Bis zum Beginn der Spielzeitpause Ende dieser Woche wird täglich mehrere Stunden trainiert und geprobt.

Photo: Lutz Edelhoff | Rehearsal for *Jesus Christ Superstar*
Foto: Lutz Edelhoff | Probe zu "Jesus Christ Superstar"
Photo: Steffi Becker | Sarah Santiago, theatre workshops
Foto: Steffi Becker | Sarah Santiago, Theaterwerkstätten

Auch in den Werkstätten geht es so kurz vor Ende der Spielzeit nochmal richtig zur Sache. In der Schneiderei klebt Sarah Santiago gerade EVA-Schaumstoffteile für eine lebensgroße Engelsfigur zusammen. Die Idee für die Engelsfiguren stammt von der Kostümbildnerin Ulrike Reinhard. Insgesamt drei lebensgroße Engel treten in der letzten Szene in Erscheinung, in der Jesus bereits gekreuzigt wurde. Sie unterstreichen die skurrile Situation aus Passionsgeschichte und glamourösem Rock-Event. Die meiste Zeit hat Sarah für die Schnittentwicklung benötigt. Dabei orientierte sie sich an den weltbekannten Figuren der Manufaktur Wendt & Kühn aus dem Erzgebirge.

In der Maske werden die dazugehörigen Engelsköpfe gefertigt. Für die runde Kopfform wurde ein thermoplastisches Polymergewebe verwendet, das aufgrund seiner hohen Vernetzungsdichte perfekt seine Form behält und nach Belieben weiterbearbeitet und bemalt werden kann. Nach der Spielzeitpause zeigt sich bei der Anprobe, ob alles richtig zusammenpasst und die Statisten den Figuren Leben einhauchen können.

Im Malsaal stehen derzeit noch zwei der sieben riesigen, goldenen Bilderrahmen mit der eindrucksvollen Eierstab-Ornamentik, die Teil des Bühnenbilds sind. Die Grundidee dafür stammt von Hank Irwin Kittel und basiert auf den Bildstöcken der Kreuzwege, die den Leidensweg Jesu in einzelnen Stationen zeigen. Der größte Rahmen misst stolze 8,5 Meter in der Breite und 4 Meter in der Höhe. Aktuell werden die Rahmen für den Transport ins Zwischenlager in der Saline vorbereitet und ab dem 22. Juli für den Aufbau auf dem Domplatz gebracht.

Wir sind schon sehr gespannt, wie sich alles auf dem Domplatz zusammenfügen wird.

Photo: Steffi Becker | Picture frames for *Jesus Christ Superstar*
Foto: Steffi Becker | Bilderrahmen für "Jesus Christ Superstar"