Auftakt erster Teil

Szenischer Probebeginn für "Das Rheingold"

Regisseur Jürgen R. Weber wird in seiner Inszenierung „die Mythenmacht, die Wagners Zauberkessel zum Brodeln bringt,“ erlebbar machen. Im Zentrum der Erzählung steht „Wotan als Schamane eines immer wiederkehrenden Rituals.“ Dabei scheut er sich nicht, Requisiten altgermanischer Gottheiten wie Schwerter, Speere und Trinkhörner zu nutzen, aber nicht in ironischer Weise, sondern zur „Vertiefung der Wunden, die Wagners Göttliche Komödie übersäen.“

Das Rheingold steht am Beginn von Richard Wagners epochalem Menschheitsdrama Der Ring des Nibelungen. Regisseur Jürgen R. Weber möchte die Ringhaftigkeit des Ringes, das wiederkehrende Ritual hervorheben, als könne nach dem Finale der Götterdämmerung nahtlos Das Rheingold wieder beginnen.

Zusammen mit Chefdramaturg Arne Langer, Bühnenbildner Hank Irwin Kittel, dem Kostümverantwortlichen Tristan Jaspersen und Gretchen fan Weber, verantwortlich für Video, will Jürgen R. Weber das Unsagbare, Unbeschreibliche, Unzulängliche jenseits von Wagners Musik für das Publikum erkennbar machen. Sieben Wochen stehen dem Ensemble zum Probieren und zur Umsetzung der Inszenierung zur Verfügung. Vom Ergebnis können Sie sich ab 23. März 2024 selbst überzeugen. Die musikalische Leitung der Inszenierung übernehmen der spanische Gastdirigent Pedro Halffter und unser 1. Kapellmeister Clemens Fieguth.

Foto: Maurice Meß | v.l.n.r.: Hank Irwin Kittel, Tristan Jaspersen, Jürgen R. Weber und Dr. Arne Langer