Ulrike  Quade

Ulrike Quade

Regisseurin | Gast

Ulrike Quade ist eine der herausragenden visuellen Theatermacherinnen der Niederlande und bekannt für die Verwendung von handgefertigten, menschenähnlichen Puppen als lebensechten Schauspielern in ihren Produktionen. Aus der Kombination von Skulptur und Tanz, Schauspiel und Performance, Sprache und Musik hat sie ihre ganz eigene Theaterhandschrift entwickelt. Ihre Produktionen beschäftigen sich auf vielen verschiedenen Ebenen mit sozialen und politischen Aspekten, sind dabei aber stets überraschend unbeschwert und haben oft surrealen Charakter. In Deutschland geboren und aufgewachsen, lebt Ulrike Quade nunmehr seit über 20 Jahren in den Niederlanden. Dort studierte sie Schauspiel und Szenografie an der Hogeschool voor de Kunsten Utrecht. Nachhaltig beeinflusst wurde ihre Arbeit durch einen Studienaufenthalt in Japan und die Bekanntschaft mit dem renommierten Künstler Hoichi Okamoto und seiner eigenwilligen, von Solo-Puppenspiel und Butoh-Tanz geprägten Theaterästetik. Im Jahr 2009 gründete Ulrike Quade die in Amsterdam beheimatete Ulrike Quade Company, die auf Einladung in Theatern der Niederlande sowie bei Festivals in Europa, den Vereinigten Staaten, Südamerika China, Russland und Taiwan ihre Produktionen zeigt. Bereits 2016 gastierte sie mit ihrer Produktion Antigone beim Internationalen Puppentheaterfestival Synergura in Erfurt. Zuletzt schuf Ulrike Quade in Koproduktion zwischen ihrer Company und dem niederländischen Bellevue Lunchtheater das Stück Mahler & Kakoschka, zusammen mit dem Theater Waidspeicher Erfurt Die Liebe der kleinen Mouche, am belgischen Opernhaus Théâtre Royal de la Monnaie/De Munt eine Inszenierung von Puccinis Madama Butterfly sowie mit der norwegischen Jo Strømgren Kompani und den Musikern Strijbos & Van Rijswijk die Produktion Coco Chanel. Zusätzlich zu ihren eigenen Produktionen leitet die Ulrike Quade Company in der Q-academy auch junge Theaterschaffende an.