Christof  Escher

Christof Escher

Dirigent | Gast

Christof Escher war Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Symphonischen Orchesters Zürich. Zuvor hatte er den Posten eines Generalmusikdirektors am Theater Görlitz und der Neuen Lausitzer Philharmonie inne, war Musikalischer Leiter des Nederlands Dans Theater in Den Haag sowie regelmässiger Gastdirigent des Zürcher Kammerorchesters und des Staatlichen Symphonieorchesters Thessaloniki.

Christof Escher reiste in die meisten europäischen Länder, nach Südamerika, Japan, Südafrika und Israel. Dabei dirigierte er so bedeutende Orchester wie die Münchner Philharmoniker, Staatskapelle Dresden, Orchestre National du Capitol de Toulouse, Tokyo Philharmonic Orchestra, Orquesta Filarmonica de Buenos Aires, Orquesta Sinfónica de Madrid, Moscow Symphony Orchestra, Niederländisches Kammerorchester, Tonhalle Orchester Zürich, Orchestre de la Suisse Romande und Orchestra della Svizzera Italiana. Er begleitete namhafte Solisten wie Gidon Kremer, Gil Shaham, Grigorij Sokolov, Francois-René Duchable, Christian Zacharias, David Geringas oder die Jazzmusiker Paquito D’Rivera und Daniel Schnyder sowie den Schauspieler Klaus Maria Brandauer. Nebst dem Standardrepertoire zeigt Christof Escher ein grosses Interesse für zeitgenössische Musik, welches sich auch in zahlreichen Uraufführungen dokumentiert. Zudem hat er sich einen Namen gemacht, unbekannte und selten gespielte Werke wiederaufzuführen sowie in Programmen Beziehungen zur bildenden Kunst und zur Literatur herzustellen.

Am Zürcher Opernhaus gab Christof Escher mit Werther sein erfolgreiches Operndebut. Es folgten Wiedereinladungen für Wozzeck, La Sonnambula, L'Elisir d'amore, Die Zauberflöte, Il Barbiere di Siviglia und Lohengrin. Zum Ballett kam er durch Jiří Kylián, der ihn als Musikalischer Leiter an das Nederlands Dans Theater berief. Seither dirigiert er an renommierten Häusern wie der Bayerischen Staatsoper München, der Semper Oper Dresden, der Amsterdamer Oper, der Opéra Garnier Paris, dem Teatro Colón Buenos Aires, dem Teatro Real Madrid und u. a. an folgenden Festspielen: Salzburg, Holland Festival, Peralada, Santander, Ludwigsburg, Luzern, Zürich oder Kusatsu. Er arbeitete u. a. mit Stars wie Kathleen Battle, Teresa Berganza, Francisco Araiza, Matti Salminen oder Neil Shicoff. Für seine Interpretationen von Così fan tutte und Le Sacre du Printemps am Teatro Colòn erhielt er die Auszeichnung der Argentinischen Musikkritiker als Dirigent des Jahres. Christof Escher leitete die Uraufführungen der Opern Nathans Tod (Jan Müller-Wieland/George Tabori) und Chacun son singe (Eric Gaudibert) sowie von Choreographien von Jiří Kylián und Hans van Manen.

Nebst Aufnahmen von Musik für den Film begleitet Christof Escher mit Begeisterung Stummfilme von Charles Chaplin, Sergej M. Eisenstein, Alfred Hitchcock, Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Georg-Wilhelm Papst, Lotte Reiniger und vielen mehr.

Ein wichtiges Anliegen von Christof Escher ist das Musizieren für und mit Kindern und Jugendlichen sowie die Ausbildung und Förderung des Musikernachwuchses. So gab er zahlreiche Workshops, Orchesterakademien und Kammermusikkurse und moderiert und leitet mit viel Erfolg Kinder- und Familienkonzerte. Bei diversen Wettbewerben war er Jury Mitglied (zum Beispiel Europäischer Jugendmusikwettbewerb) und hat die Begleitungen der Preisträger übernommen (unter anderen Concours Géza Anda und Concours Tibor Varga).

In Zürich geboren, studierte Christof Escher Cello (bei Claude Starck) und Horn (bei Werner Speth) in Zürich sowie Cello (bei André Navarra), Kammermusik (bei Jean Hubeau) und Dirigieren (bei Pierre Dervaux) in Paris. Meisterkurse im Dirigieren besuchte er bei Jean Fournet, Milan Horvat, Carl Melles, Herbert von Karajan, Peter Maag und Franco Ferrara. Als Cellist trat er mit einem Repertoire, das von Barock bis zur Avant Garde reicht solistisch, als Kammermusiker und im Orchester auf und spielte unter Dirigenten wie Karl Böhm, Rudolf Kempe, Erich Leinsdorf, Yehudi Menuhin oder Günter Wand. Erfolge an den Dirigenten-Wettbewerben „Gino Marinuzzi“ in San Remo und „Ernest Ansermet“ in Genf ebneten Christof Escher den Weg zu einer internationalen Karriere als Dirigent.