Kunst und Können

Kunst und Können

Kunst und Können – Theater Erfurt als Ausbilder

Nicht nur die Akteure auf der Bühne und die Musiker im Orchestergraben machen eine Inszenierung am Theater aus. Kunst kommt ja bekanntlich von Können und deshalb sind für den Entstehungsprozess einer Aufführung viele weitere Talente gefragt. Da gibt es die Bühnen-, Licht- und Tontechnik, da gilt es, Kostüme zu schneidern, Masken zu gestalten, Menschen zu schminken, da sind Kulissen zu bauen, aus Holz, Metall und Styropor. Eine ganze Welt ist zu erschaffen, die den Zuschauer begeistert und den Akteuren den nötigen Raum gibt.

Die Palette der Berufe, die an einem Theater ausgeübt werden, ist weit vielfältiger, als man zunächst vermuten könnte. Vom Künstler über den Handwerker bis hin zum Veranstaltungstechniker ist die Bandbreite entsprechend groß. Und für eben diese Aufgaben braucht man am Theater ganz besondere Menschen mit ganz besonderen Talenten. Das Theater Erfurt hält die Ausbildungsberufe (m/w/d) Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Maskenbildner, Theatermaler, Theaterplastiker, Konstruktionsmechaniker und Tischler bereit. Auf der Suche nach einem Beruf, der nicht nur Broterwerb sondern auch Berufung sein soll, nach einem Arbeitsumfeld, das – wie nur wenige andere – Kreativität und Fantasie verlangt, ist das Theater als Arbeitgeber eine echte Alternative. Denn ein Theaterberuf bietet zumindest die Möglichkeit, im Dienst der Kunst zu arbeiten und somit ein wesentlicher Teil eben dieser zu werden.

Natürlich gibt es auch Anforderungen, wie etwa handwerkliche Fähigkeiten oder künstlerisches Empfinden. Auch bereits absolvierte Praktika, z.B. in einem Schüler- oder Laientheater, in einer Malschule oder einem Handwerksbetrieb, machen sich in einer Bewerbung gut. Der Abschluss der 10. Klasse sollte vorhanden sein und ein Abitur steht der Sache natürlich auch nicht Weg. Das Theater Erfurt hat da viel zu bieten. Der Veranstaltungstechniker kann sich beispielsweise später entscheiden, ob er sich eher auf dem Gebiet von Licht- oder Tonsetzung und -überwachung oder der Bühnentechnik spezialisieren möchte.

Das Theater Erfurt befindet sich in zentraler Lage im Herzen der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt, die mit sehr viel Lebensqualität aufwartet. Es sind nicht nur die eigenen Produktionen, die alljährlichen DomStufen-Festspiele oder die moderne großzügige Architektur des Gebäudes, die Einfluss auf die empfundene Qualität des Theaters als Arbeitsplatz haben. Sehr viele weiche Faktoren wie etwa die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die verkehrstechnische Anbindung und ganz besonders die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, spielen eine entscheidende Rolle. In Erfurt kommen ohne Frage eine Reihe positiver Aspekte zusammen, die das Theater nicht nur zu einem hervorragenden Kunst- sondern auch zu einem wirklich interessanten Ausbildungsbetrieb machen – seit vielen Jahren und auch in Zukunft.



Dr. Ute lemmDr. Ute Lemm, Künstlerische Betriebs- und Orchesterdirektorin, über die Ausbildung am Theater Erfurt:
„Die Azubis bei uns am Theater brauchen vor allen Dingen Neugier und eine große Portion Begeisterungsfähigkeit. Wir bieten unseren Auszubildenden eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit, denn man muss für jedes neue Stück eine eigene Technologie in seinem Fach entwickeln. Das macht die Ausbildung so besonders und am Schluss hat man auch seinen Anteil am Applaus.“



Dirk SchmolinskiDirk Schmolinski, Dekorationsmeister und Ausbildungsbeauftragter am Theater Erfurt:
„Fast alles, was bei uns in den Gewerken erarbeitet wird, sind Unikate entsprechend der Vorlagen der Kostüm-, Masken- oder Bühnenbildner. Das ist wohl das Interessanteste an der Arbeit im Theater: es gibt kein Einerlei. Jede Inszenierung ist neu und anders, jedes Bühnenbild, alle Mitwirkenden – vom Sänger bis zum Statisten. Das Licht, die Aufbauten, die Menschen, die Musik – ein berauschendes Gesamt-Erlebnis. Die ganz eigene Atmosphäre des Theaters trägt weiterhin dazu bei, die Arbeit eigentlich gar nicht als Arbeit zu empfinden, sondern mehr als Vergnügen. Das Theater ist ein großes Haus in öffentlicher Trägerschaft. Das heißt, es gibt auch die tarifliche Bezahlung des öffentlichen Dienstes, geregelte Arbeitszeiten und Urlaub.“