Pygmalion

Pygmalion

Die gesellschaftliche Stellung eines Menschen sei eine Funktion seiner Sprache, glaubt der selbstherrliche Sprachwissenschaftler Professor Henry Higgins, der mit Oberst Pickering wettet, dass er das ordinäre Blumenmädchen Eliza Doolittle nach gezieltem Sprachunterricht erfolgreich als feine Dame auszugeben vermag. An dem Tag, an dem er sie als Herzogin in die feine Gesellschaft einführt, macht Eliza ihre Sache sehr gut und Higgins gewinnt seine Wette, ohne jedoch diese Leistung auch ihr gegenüber anzuerkennen. So wie der Künstler Pygmalion bei Ovid sein lebloses Kunstwerk liebt, liebt auch Higgins seine Schöpfung, das sprachliche Kunstwerk, jedoch nicht die Person Eliza selbst. Da Higgins sie auch nach ihrem Erfolg nicht als gleichwertigen Menschen behandelt, verlässt sie ihn, ohne zu wissen, was sie tun wird.

Das Schauspiel wurde 1938 verfilmt. Shaw wurde 1939 gemeinsam mit seinem Ko-Autor Cecil Lewis für das Drehbuch dieser Adaption mit einem Oscar ausgezeichnet. 1956 machten Frederick Loewe und Alan Jay Lerner daraus das Musical My Fair Lady. Es wurde ein Welterfolg. Aber auch die Komödie George Bernard Shaws hat bis heute nichts von ihrem Witz eingebüßt. Nicht umsonst wird der Autor als „Molière des 20. Jahrhunderts“ gepriesen.

Termine & Karten

  • 15.11.18 Do
    18:00 Uhr / Großes Haus

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