Lohengrin

Lohengrin

Der geheimnisvolle Ritter Lohengrin erscheint als Retter in der Not. Die Prinzessin Elsa von Brabant ist nämlich zu Unrecht des Brudermordes angeklagt. Als bei einem Gottesurteil durch Zweikampf niemand für sie das Schwert ergreifen möchte, eilt er ihr aus der entrückten Welt der Gralsburg zu Hilfe. Seine einzige Bedingung: Elsa möge niemals nach seinem Namen und seiner Herkunft fragen. Sie verspricht es, Lohengrin siegt und die beiden heiraten. Doch Elsas politische Feinde Telramund und Ortrud wecken Zweifel in ihr, so dass sie noch in der Brautnacht die verbotene Frage stellt.

Richard Wagner vergrub sich vor der Erarbeitung seines Lohengrin-Textbuches in Studien zur frühen deutschen Geschichte. Die Ideale des Mittelalters sollten auf die Ideale des künftigen deutschen Vaterlandes einwirken. Dem Komponisten, der unmittelbar nach der Vollendung des Lohengrin auf Dresdens Barrikaden stand und dafür ins Schweizer Exil fliehen musste, gelang dabei die Umwandlung der romantischen Opernform in ein musikalisches Ideendrama. Regisseur Hans-Joachim Frey siedelt die Handlung in einer märchenhaften Zukunft an, deren Gesellschaft von Traditionen und religiösen Ritualen geprägt ist. Lohengrin erscheint in der Erfurter Inszenierung als Reisender aus einer unbekannten Welt, und nimmt den Kampf auf gegen Misstrauen und Unrecht, beseelt von dem Wunsch nach aufrichtiger Liebe.



Handelt Gott in der Welt?

Begleitveranstaltung zur Oper Lohengrin in Kooperation mit dem Katholischen Forum

In Richard Wagners Oper Lohengrin ist es ganz einfach: Elsa betet zu Gott – prompt erscheint der Schwanenritter und steht ihr in ihrer Notsituation bei. Dass Elsas Bittgebet seine Wirkung entfaltet, steht folglich außer Frage. In einem begleitenden Vortrag zur aktuellen Lohengrin-Inszenierung des Theaters Erfurt widmet sich das Katholische Forum der Frage: Wie kann man sich das Handeln Gottes in der Welt vorstellen? Handelt er, wenn ich ihn um etwas bitte? Steckt dahinter nicht die Vorstellung von einem „Automaten-Gott“, in den ich eine Münze (das Gebet) einwerfe, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten? Es referiert Prof. Dr. Christoph Böttigheimer, Fundamentaltheologe an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Wann? Di, 10. März 2020, 19.00 Uhr
Wo? Brunnenkirche, Fischersand 24, 99084 Erfurt

Termine & Karten

  • 01.03.20 So
    16:00 Uhr / Großes Haus
  • 14.03.20 Sa
    18:00 Uhr / Großes Haus
  • 05.04.20 So
    15:00 Uhr / Großes Haus
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