Kammerkonzert Kunstlied

Kammerkonzert Kunstlied

Herzensangelegenheiten. Lieder für Tenor und Klavier.

Für ihre Liedmatinee Herzensangelegenheiten haben sich Tenor Julian Freibott und Pianist Ralph Neubert auf die Suche nach der romantischen Seele des deutschen Kunstlieds gemacht. Beginnend mit Beethoven, dem Geburtstagskind des Musik-Jahres 2020, begeben sie sich auf eine Reise durch die Jahrhunderte und machen dabei Halt bei Schubert, Brahms, Liszt und Strauss.

Programminformation

Im Dezember wäre Beethoven 250 Jahre alt geworden. Der musikalische Rebell erneuerte musikalische Formen und Gattungen wie kein anderer. Während seine großen Sinfonien späteren Komponisten wie etwa Bruckner und Mahler als konzeptionelle Vorlage dienten, gab Beethoven auch der kleinsten Besetzung neue Impulse: An die ferne Geliebte, für Singstimme und Klavier komponiert, gilt als erster Liedzyklus der Geschichte. Zyklus deswegen, weil sich über die fünf Lieder hinweg ein erzählerischer Bogen spannt, der sie untrennbar miteinander verbindet. Die sehnsuchtsvoll besungene, unerreichbare Geliebte wird liedübergreifend zum romantischen Mittelpunkt des Werks.

Franz Schubert brachte das deutsche Kunstlied dann zur Blüte, wobei er nicht nur abendfüllende Zyklen wie Die Winterreise und Die schöne Müllerin erschuf, sondern auch unzählige für sich stehende Lieder komponierte. Als Goethe-Verehrer vertonte er besonders gern dessen Gedichte. Drei davon ergeben im Konzert einen eigenen Goethe-Liederkreis.

Auf die Wurzeln des Kunstlieds, nämlich das Volkslied, besann sich keiner so sehr wie Johannes Brahms, der überlieferte Lieder sammelte, katalogisierte und bearbeitete. Eine bewusste Auswahl aus seinen 49 Deutschen Volksliedern nimmt den Zuhörer mit auf die Gefühlsachterbahn einer Beziehung, die sich vom ersten Verlieben in leidenschaftliche Hochgefühle steigert und über Eifersucht und Misstrauen zu ihrem bitteren Ende in der Trennung findet.

Verlangen, Sehnsucht und die Gefahren der Liebe werden auch in Franz Liszts Die Loreley besungen, eine Vertonung des Gedichts von Heinrich Heine. In diesem singt eine verführerische Jungfrau von einem Felsen im Rhein herab und lockt damit vorbeifahrende Schiffer heran und in den Tod –romantisch-dramatischer Stoff par exellence!

Der Zyklus Schlichte Weisen von Richard Strauss nach Felix Dahns Fünf Gedichte entführt abschließend und mit einem Augenzwinkern in die rosarote Gedankenwelt eines Verliebten und Frauenverstehers.

Julian Freibott und Ralph Neubert verbindet nicht nur die Arbeit am Theater, sie können auch auf eine Vielzahl an gemeinsam gestalteten Programmen und Liedkonzerten zurückblicken. Dem Erfurter Publikum präsentierten sie sich insbesondere mit Schubert-Programmen im Rathausfestsaal und sind darüber hinaus bei Kammermusik- und Liedfestivals in ganz Deutschland zu Gast.

Programm

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
An die ferne Geliebte
Auf dem Hügel sitz ich spähend
Wo die Berge so blau
Leichte Segler in den Höhen
Diese Wolken in den Höhen
Es kehret der Maien, es blühet die Au

Franz Schubert (1797 – 1828)
Goethe-Lieder
Schäfers Klagelied
Jägers Liebeslied
Der Musensohn

Johannes Brahms (1833 – 1897)
aus Deutsche Volkslieder
Mein Mädel hat einen Rosenmund<
Schönster Schatz, mein Engel
Du mein einzig Licht
Wo gehst du hin, du Stolze?<
ch weiß mir'n Maidlein

Franz Liszt (1811 – 1886)
Die Loreley

Richard Strauss (1864 – 1949)
Schlichte Weisen
All mein Gedanken
Du meines Herzens Krönelein
Ach Lieb, ich muss nun scheiden
Ach weh mir unglückhaftem Mann
Die Frauen sind oft fromm und still

Termine & Karten

  • 22.11.20 So
    11:00 Uhr / Großes Haus

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