Agnes von Hohenstaufen

Agnes von Hohenstaufen

Die Adelshäuser der Hohenstaufen und der Welfen ringen im Mittelalter erbittert um die Macht im deutschsprachigen Raum. Die Verlobung der Agnes von Hohenstaufen mit Heinrich, dem Sohn des Welfenherzogs Heinrichs des Löwen, ist dem Kaiser Heinrich VI. deshalb ein Dorn im Auge. Umso erfreuter ist er, als ein Gesandter im Namen des französischen Königs um die Hand seiner schönen Cousine Agnes anhält. Doch Agnes und Heinrich heiraten heimlich und wollen fliehen, werden jedoch gefasst. Ein Duell zwischen Heinrich und dem französischen Gesandten auf Leben und Tod bahnt sich an.

Gaspare Spontinis Musik bildet das Bindeglied zwischen Mozart und Gluck einerseits und großer französischer und deutscher romantischer Oper andererseits. Als er 1820 nach Berlin verpflichtet wurde, war Spontini der führende Opernkomponist Europas. Mit dessen Berufung wollte der preußische König Berlin als neue Kulturmetropole profilieren. Doch Spontini erlebte von Beginn an die Ablehnung durch nationale und liberale Kreise, die lieber Carl Maria von Weber auf diesem Posten gesehen hätten. Besonders deutlich wurde dies in den Reaktionen auf seine Oper Agnes von Hohenstaufen, da die Berliner Kritiker nicht akzeptieren mochten, dass ein in Frankreich zu Ruhm gelangter italienischer Komponist mit der Komposition einer „Großen historisch-romantischen Oper“ betraut wurde, die im mittelalterlichen Gewand das deutsche Einigungsstreben thematisierte.

Erstmals seit 1840 wird hier auch die verschollen geglaubte Ouvertüre der Oper erklingen, die in keiner bisherigen Notenausgabe oder Aufnahme enthalten ist. Nach einem Hinweis des italienischen Komponisten Paolo Prete konnte kürzlich eine Abschrift der Ouvertüre ausfindig gemacht werden.

Premiere Fr, 1. Juni 2018, Großes Haus
Matinee
- Ensemble und Regieteam stellen sich vor: So, 13.05.2018, 11 Uhr, Großes Haus, Eintritt frei
Rang frei!
- Einführung und Probenbesuch: Mo, 28.05.2018, 18.30 Uhr, Eingang Studio

Symposion anlässlich der Premiere "Agnes von Hohenstaufen"

Im Rahmen der Premiere findet im Theater Erfurt auch ein wissenschaftliches Symposion mit dem Thema „Gaspare Spontini und die Oper in Berlin – zwischen Integration und Isolation“ statt. Prominente Opernforscher wie Anno Mungen (Bayreuth), Klaus Pietschmann (Mainz), Matthias Brzoska (Essen) und Arnold Jacobshagen (Köln) sind eingeladen, um über das Werk Spontinis zu sprechen.

Zum ausführlichen Programm des Symposions - hier klicken!

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