A Clockwork Orange
A Clockwork Orange
A Clockwork Orange
A Clockwork Orange

A Clockwork Orange

Keineswegs ein Rudel stumpfsinnig gewordener Jungs ist die Gruppe, die sich um ihren Anführer Alex zusammenrottet. Und dennoch streifen sie wie wild gewordene Tiere durch die Straßen und prügeln auf alles und jeden ein, der ihnen vor die Füße gerät. Sexuelle Übergriffe auf Frauen und brutale Raubzüge stehen ebenso auf der Tagesordnung wie Überfälle auf Wohnungslose. Und alles folgt nur einem einzigen Prinzip: dem Spaß! Bis die Gang ihren Anführer eines Tages der Polizei in die Hände fallen lässt. Zu mehrjähriger Haft verurteilt, wird Alex als Proband für ein neuartiges Experiment ausgewählt, das ihn ein für alle Mal von seiner Gewaltbereitschaft ‚befreien‘ soll.

1962 als Zukunftsvision entstanden, die längst unmittelbare Gegenwart sein könnte, nimmt der Autor Anthony Burgess in seinem Roman A Clockwork Orange nicht zuletzt die Frage nach der Überwindung des Bösen durch biotechnologische Eingriffe in den Fokus. Burgess’ Roman entspringt jedoch nicht der Idee eines verklärten Visionärs, er ist ein Gedankenspiel mit jener Form absoluter, weil ‚grundloser‘ Gewalt jenseits aller Gerechtigkeit, die einmal mehr auf die Frage nach der Verankerung des Bösen im Menschen zielt. Weisen Transparenzpostulate, die Einforderung von 'political correctness', biologische oder technologische Konditionierungen oder ganz einfach Belohnungs-Apps den richtigen Weg zur (Ver-)Besserung des Menschen?

Burgess’ Roman lenkt den Blick darauf, dass ein Neu-Werden des Menschen hin zum Guten als Utopie zwar überdauert, aber das Herz der Gewalt indes unermüdlich weiterschlägt.

Film ab-Tipp
A Clockwork Orange
(UK 1971) von Stanley Kubrick
Funny Games
(Deutschland 1997) von Michael Haneke

Regieteam
Hasko Weber Regie
Philip Rubner Bühne und Kostüme
Sarah Antonia Rung Kostüme
Tom Götze Musikalische Leitung
Shuten Inada Choreografie
Bahadir Hamdemir Video
Eva Bormann Dramaturgie

Besetzung
Gulab Jan Bamik | Nahuel Häfliger | Bastian Heidenreich | Marcus Horn | Abdul Mahfoz Nejrabi | Sulaiman Sohrab Salem | Lutz Salzmann | Isabel Tetzner | Dascha Trautwein | Anna Windmüller | Tom Götze | Lars Kutschke


Trailer: Marius Böttcher

Pressestimmen
"Dass die Neuproduktion des Deutschen Nationaltheaters Weimar absolut glänzend, faszinierend, mitreißend und schlichtweg toll geraten ist, kann man nicht in Frage stellen. (...) Generalintendant Hasko Weber verstärkt am Regiepult die in Stanley Kubricks Kult-Film angedeuteten Klassiker-Andeutungen und zeigt so, dass die jüngeren internationalen Stoffe genauso wie die einheimischen Hausgötter auf die Weimarer Kulturfläche gehören."
(nmz online, 07.10.2018, Roland Dippel)

"Nach etwa 3 bis 4 Liedern kommt der Verdacht auf, Rammstein hätten ihre Texte explizit für dieses Theaterstück geschrieben. (...) Ein durchaus gelungener Premierenabend für eine alles andere als gewöhnliche Inszenierung."
(MDR Thüringen Journal, 06.10.2018, R. Miska/T.Schuler)

Termine & Karten

  • 07.12.18 Fr
    19:30 Uhr / Großes Haus

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