SO GUT KLINGT DER NACHWUCHS!

SO GUT KLINGT DER NACHWUCHS!

15.08.2019

So gut klingt der Nachwuchs!

Die Kammermusik ist schon immer der Rahmen gewesen, in dem Musik persönlich wird. Komponisten zeigen sich individueller und experimentierfreudiger, Musiker verlassen die Deckung der schützenden Orchestergemeinschaft und präsentieren sich in kleiner Besetzung. Auf diese Weise stellt sich eine besondere Gruppe junger Musikerinnen und Musiker am 1. September dem Erfurter Publikum vor. Die Orchesterakademie des Philharmonischen Orchesters lädt ins Theatrium zu einem abwechslungsreichen Programm von Mozart bis Schostakowitsch.

Die Orchesterakademie bietet jungen Musikerinnen und Musikern, die an einer deutschen Hochschule studieren, die Möglichkeit berufspraktische Erfahrungen zu sammeln. Dabei werden die Stipendiaten von Mentoren aus der Philharmonie intensiv begleitet. „Man bekommt Tipps und wächst in das Orchester hinein“, berichtet Ewa Lovrenović, die seit Anfang der vergangenen Spielzeit als Akademistin bei Konzerten und Musiktheaterproduktionen mitwirkt. Die Oboistin greift beim Akademiekonzert zum Englischhorn, ein Instrument, dessen warmer Klang selten außerhalb eines romantischen Orchesters zu hören ist. Gemeinsam mit Nadi Paz Perez Mayorga (Violine), Miryam Veggi (Viola) und Jaegyung Lee (Violoncello) spielt sie ein Divertissement von Jean Françaix.

„Das Besondere ist natürlich, dass es eine Orchesterakademie an einem Opernhaus ist“, erklärt Jacob Giesing, der seit Dezember als Fagottist an der Akademie teilnimmt. So haben die jungen Musiker nicht nur die Möglichkeit, bei Konzerten mitzuwirken, sondern erarbeiten sich auch ein Repertoire an Musiktheaterparts und stehen manchmal sogar – wie Im weißen Rössl von Ralph Benatzky – als Bühnenmusiker im Rampenlicht. Beim Akademiekonzert, das einen Höhepunkt des Stipendiums darstellt, geht es um eine ganz andere Art der Aufmerksamkeit: Hier zählt nicht der Effekt, sondern das Können jedes Einzelnen und natürlich das Zusammenspiel. Giesing hat zum Beispiel gemeinsam mit dem Cellisten Jaegyung Lee eine Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart erarbeitet.

Für ein Kammerkonzert ist das Programm des Akademiekonzertes sehr abwechslungsreich besetzt. Neben den bereits genannten Instrumenten erklingen Flöte, gespielt von Fabian Franco-Ramirez, Klarinette, Moritz Pettke, und Trompete, Jakob Wagler. Schlagwerker Max Oke Lohse präsentiert ein Xylophonsolo aus dem Ballett Der Bolzen von Dmitri Schostakowitsch. Sommerlich leicht ergänzen Tänze des kubanischen Jazzmusikers Paquito D’Rivera das abwechslungsreiche Programm mit „Tropischen Lüften“. Unterstützung haben sich die Stipendiaten bei Geigerin Anke Müller und Schlagzeuger Jean-Pierre Lim gesichert. Es moderiert Orchesterdirektorin Dr. Ute Lemm.

Zum Akadeimiekonzert

Konzert

Akademiekonzert

Akademiekonzert