Probenstart für die DomStufen-Festspiele

Probenstart für die DomStufen-Festspiele

01.06.2021

In gut fünf Wochen sind endlich wieder DomStufen-Festspiele. Nachdem im vergangenen Sommer zwei Konzertabende zu erleben waren, kann man sich nun wieder auf eine große Inszenierung auf den DomStufen freuen. Peter Tschaikowskys große romantische Oper Die Jungfrau von Orleans nach dem gleichnamigen Schauspiel von Friedrich Schiller steht auf dem Programm. Während die Werkstätten schon seit Wochen an den Dekorationen und Kostüm arbeiten, begannen nun heute die szenischen Proben auf der großen Bühne des Theaters.

Für diese Inszenierung hat sich ein internationales Ensemble zusammengefunden. Alle Rollen sind mindestens doppelt besetzt, da die Oper ab 9. Juli beinahe täglich aufgeführt wird. Zu den Mitgliedern des Erfurter Opernensembles kommen Gastsolist:innen, die überwiegend zum ersten Mal auf den Domstufen agieren werden.

Die Titelpartie der Jeanne d’Arc ist gleich dreifach besetzt, mit Mezzosopranistinnen aus Russland, Frankreich und Litauen.

In der heutigen Konzeptionsprobe stellten der Regisseur Tomo Sugao und die Kostümbildnerin Bianca Deigner den Solist:innen und dem Opernchor das Inszenierungskonzept vor. Die Geschichte vom Aufstieg und Fall der Johanna, die im göttlichen Auftrag Frankreich von den Engländern befreit und dem König zur Krönung verhilft, wird ganz aus der Perspektive der Hauptfigur erzählt, die mit ihrem fanatischen Gerechtigkeitssinn immer eine Außenseiterin bleiben wird. Johanna ist die einzige „reale Figur“, während alle anderen Darsteller:innen durch Masken als Gestalten ihrer Fantasie gekennzeichnet werden.

Das Bühnenbild von Hank Irwin Kittel soll den Eindruck vermitteln, dass sich die Stufen der Domtreppe wellenartig aufwölben und dadurch zu einem surrealen Ort werden, der vielfältige Spielmöglichkeiten eröffnet.

Der musikalische Leiter Yannis Pouspourikas betonte bei der Präsentation die Aufgabe, bei aller Schönheit der Musik Tschaikowskys das Dramatische der kriegerischen Handlung klanglich erlebbar zu machen. Zudem wir er das Solo-Ensemble und den Chor aus der Ferne koordinieren müssen, da das Orchester bei diesen Festspielen erstmals aus dem Theater und nicht mehr aus einem Orchestercontainer auf dem Domplatz zugespielt werden wird.

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Die Jungfrau von Orleans

Die Jungfrau von Orleans