Die Göttliche Komödie als Livestream

Die Göttliche Komödie als Livestream

03.05.2021

Als Kooperation von Tanztheater Erfurt, Deutschem Nationaltheater Weimar und Theater Erfurt entsteht seit März die Inszenierung Die Göttliche Komödie. Der Abend ist die zweite große Produktion des gemeinsamen Projekts TanzWert, das durch den TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie des Freistaates Thüringen kofinanziert wird. Die Uraufführung des cinematic dance theatre von Ester Ambrosino frei nach Dante Alighieris La divina commedia war am 8. Mai 2021 im Theater Erfurt vorgesehen. Zurzeit laufen die Endproben auf Hochtouren.

In Anbetracht konstant hoher Inzidenzwerte und der zu erwartenden einschränkenden Regelungen bleibt das Haus nun allerdings für öffentliche Veranstaltungen bis zum 30. Juni geschlossen. Um die Produktion dennoch zeigen zu können, haben sich die Kooperationspartner entschieden, diese am 8. Mai, um 20.30 Uhr und am 15. Mai, um 18 Uhr im Livestream zu präsentieren. Beim Kauf eines Tickets erhalten Zuschauer:innen einen persönlichen Link, über den sie die Aufführungen an den jeweiligen Terminen sehen können.

„Wir sind glücklich, dass wir trotz der Pandemie und der schwierigen Situation die Möglichkeit bekommen haben, dieses fantastische Stück zu realisieren. Ohne unsere Kooperation mit DNT Weimar und Theater Erfurt wäre dieses Stück nicht möglich gewesen. Unsere Präsenz ist das Wichtigste, diese herausragende Produktion verdientes, gesehen zu werden“, sagt Ester Ambrosino, Choreografin und künstlerische Leiterin des Tanztheaters Erfurt.

Die Göttliche Komödie ist das Hauptwerk des italienischen Dichters Dante Alighieri und zählt fraglos zu einem der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Das in Hölle (Inferno), Fegefeuer (Pugatorio) und Paradies (Paradiso) aufgeteilte Epos schildert die Reise durch die drei Reiche des Jenseits, die Dante als Ich-Erzähler durchwandert. Dabei bildet er in seinem epochalen Werk das gesamte Personen- und Konfliktspektrum seiner Gegenwart ab. In Ester Ambrosinos Adaption des Literaturklassikers wird die Reise des poetischen Ichs als individuelle Schicksalserfahrung erzählt. Durch einen Autounfall verliert ein Mann seine Geliebte. Er selbst liegt im Koma und durchlebt in diesem Zustand die Wanderung durch die drei Welten des Jenseits.

Ester Ambrosino entwirft mit dieser Produktion ein Gesamtkunstwerk aus Tanz, Sprache, Video und Gesang (Ausstattung: Alexander Grüner, Video: Robert Przybyl). Nach ihrem gefeierten Doppelabend Face Me – Le Sacre du printemps in der vergangenen Spielzeit arbeitete die italienische Choreografin dafür erneut mit dem Komponisten Michael Krause zusammen. Seine eigens für dieses Projekt entstandene Komposition verbindet Elemente der Minimal Music, Zitate des klassischen Musikkanons und Filmmusik assoziierende Klänge.

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