Grafiker Peter Schröder gestorben

Grafiker Peter Schröder gestorben

01.02.2018

Peter Schröder war mehr als 40 Jahre am Theater Erfurt tätig. Zunächst ab 1963 an den Städtischen Bühnen als Bühnenarbeiter und schon bald darauf als Werbegrafiker mit Leitungsfunktion. Mit seiner Arbeit prägte er maßgeblich die visuelle öffentliche Wahrnehmung des Theaters. Unzählige Plakate, Programmhefte - unter anderem für Heiner Müllers Zement, Der Vogelhändler, Die kleine Hexe oder Hase Hase - trugen seine Handschrift. Auch für die Konzeption mehrerer Ausstellungen sowie die Gestaltung eines Straßenbahnzuges der EVAG als „Theaterstraßenbahn“ im Jahre 1997 war er verantwortlich.

Peter Schröder machte sich zudem als Bühnenbildner einen Namen. In dieser Funktion betreute er Inszenierungen auf der Großen Bühne und im Studio. Erinnert sei hier an Rotkäppchen, Hase und Igel, Erfurter Kluriosum, Ein unglaublich liederlicher Abend, Josef und Maria oder Bösendorfer. 2007 ging er in den Ruhestand, mit vielen Kollegen blieb er aber auch nach seinem Ausscheiden aus dem Theaterbetrieb im engen Kontakt.

Schröders Leben war jahrelang auch privat untrennbar mit dem Theater verbunden. Im ehemaligen Schauspielhaus bewohnte er gemeinsam mit seiner Frau Ina eine Dachgeschosswohnung, in der sich auch sein Büro befand. Generalintendant Guy Montavon sagte anlässlich der Todesnachricht: „Das Theater Erfurt hat Peter Schröder sehr viel zu verdanken. Wir nehmen Anteil an seinem Tod und wünschen der Familie viel Kraft.“ Peter Schröder erlag vor wenigen Tagen im Alter von 73 Jahren einer schweren Krankheit.